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VINTER – ‚Seasons‘ ein charmantes verträumtes Debüt

VINTER ist das Soloprojekt der Singer-Songwriterin Nicola Kilimann. Die Hannoveranerin steht für Melancholie, verträumte Melodien und gefühlvolle Popmusik. Nach einem erfolgreich Crowdfunding Ende letzten Jahres veröffentlicht sie nun mit Seasons am 30.04.2021 ihr Debütalbum.

Auch wenn Konzerte im vergangenen Jahr leider recht rar gesät waren, so gab es doch einige Lichtblicke. Einer dieser Silberstreifen am Horizont war für mich der Auftritt von VINTER Mitte September am Musikzentrum Hannover. Die Entwicklung dieser Musikerin mit ihrer klaren Stimme im Fokus zu behalten hat sich definitiv ausgezahlt. Im Jahr 2018 erschien unter dem Namen Partial Truth ihre erste EP.  Die ersten Singleauskopplungen des neuen Albums waren schöne Vorboten und haben meine Erwartungen auf einem hohen Level gehalten.

Vinter mit Harmonie und Einklang

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Ihr Album Seasons steckt voller Leidenschaft und Wohlklang, die Musik ist ein regelrechter Seelenschmeichler. „Jeder Song ist persönlich, mit meinen eigenen Erfahrungen gespickt und voller Emotionalität“, sagt die Singer-Songwriterin selbst über ihr Werk. Das Album hält Musik für Frühlingsgefühle und zum Relaxen in der Sonne bereit. Aber auch für Herbstspaziergänge und kuschelige Winterabende. Wie passend, dass hinter Seasons nicht nur ein Debüt-, sondern auch ein Konzeptalbum steckt.

Durch alle vier Jahreszeiten

Wie der Albumtitle Seasons bereits vermuten lässt, nimmt uns VINTER auf ihrem Album mit auf eine Reise durch die vier Jahreszeiten. Dabei wird jede Phase des Jahres durch ein passendes kurzes instrumentales Intro eingeleitet. Darauf folgen für jedes Quartal jeweils drei Songs. Sie widmet sich dabei der Psyche und Gedankenwelt, Vertrauen und Selbstzweifel.

Aber auch die Liebe spielt immer wieder eine große Rolle. In den Wintermonaten sticht für mich mit Lies eine Nummer deutlich hervor.  Der Song handelt von Eifersucht und Verlustängsten. Er kommt jedoch durch seine melodischen Wiederholungen schwunghaft leicht daher.

Im Frühling hält VINTER das, was man sich von diesen Monaten verspricht: Ein musikalisches Aufblühen, dass positive Energie versprüht. Hierbei haben es mir der namensgebende Track Seasons und In my head besonders angetan. In dieser Blütezeit es Jahres ist auf dem Album auch ein deutlicher Folkeinfluss zu spüren.

Verlieben und Verblassen

Die warmen Sommermonate leitet die Künstlerin mit dem überzeugend, kraftvollen We were here ein. Die Nummer ist ein Anti-Kriegs-Song und als solcher muss er sich auch Gehör verschaffen. Nach Work in progress bildet Fade away das sommerliche Finale. Fade away bedeutet zwar verblassen, aber dies tut der Song ganz gewiss nicht. Denn wenn sie singt „free me from the pain“ läuft mir jedes Mal ein Schauer über den Rücken.

Der eher raue Herbst hat mit Together my love eine Liebesballade und eine der ersten Singles im Gepäck. Der vorletzte Title Insomia handelt von Gedanken, die einen die Nacht über wachhalten. Home schließt das Album, es ist wie ein musikalisches nach Hause kommen. Das einzig schlechte am Album Seasons von VINTER ist, dass es nicht noch viel mehr Jahreszeiten gibt, die sie uns klangvoll versüßen kann!

Mehr über VINTER erfahrt ihr auf ihrer Facebook und Instagram. Auch auf Spotify könnt ihr die Songs hören.

Fotocredit VINTER by Laura Schepers

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