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Orla Gartland lässt mit ‚Woman On The Internet‘ aufhorchen

Orla Gartland ist ein quirliges Energiebündel und diese Power steckt auch in ihrem unheimlich modernen und vielseitigen Pop. Mit Woman On The Internet bringt die in London beheimatete Irin nun endlich ihr Debütalbum heraus.

Die Sängerin hat ihre Bekanntheit dem Internet zu verdanken, doch ihr Publikum erlebt und feiert sie längst auch auf realen Bühnen. Nach ihrer EP Lonely People  vor sechs Jahren veröffentlicht Orla Gartland nun endlich eine Platte, die in ihrer Gesamtheit überzeugt.

Wer sich mit jungen, höchst talentierten Musiker:innen aus England und Irland beschäftigt stößt unweigerlich auf einen Freundeskreis dreier Frauen. Zum einen ist da Greta Isaac, über die wir bei MUSICSPOTS bereits ausführlich berichtet haben. Komplimentiert wir die Gruppe durch Sängerin Dodie und eben Orla Gartland. Mit Sicherheit spielte die Geschichte dieser Clique aus Ausnahmekünstlerinnen eine große Rolle beim Titel des Albums. Woman On The Internet passt daher wie die Faust aufs Auge, wenn man sich die Geschichte von Orla Gartland anschaut.

Selbstfindungstrip mit Ironie

Die 26-jährige ist seit über 10 Jahren auf Youtube mit ihrer Musik unterwegs. Ihr neues Album ist eine Mischung aus Selbstfindung, Ironie und kreativer Eigenständigkeit. Ihr Sound bewegt sich herrlich erfrischend zwischen Rock, Punk, Folk und Synthie-gesprenkeltem Pop. Orla Gartland sagt selbst, dass Woman On The Internet das Chaos ihrer 20er Jahre beschreibt.

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Der Albumtitel bezieht sich auf eine nebulöse, selbsthilfeartige Figur, eine Art Karikatur. Sie ist dabei auf der Suche nach sich selbst und das immer mit einen Schuss Selbstironie. Wenn man die elf Songs näher hört und auf sich wirken lässt, stechen einige Nummern für mich hervor. So ist Things That I’ve Learned ein energischer Song über das erkämpfte und vermittelte Wissen. Percussions und Staccato-Gitarren geben dem Lied den gewissen Kick.

Mit You’re not special, babe folgt eine schnelle und grandiose Indie-Pop Nummer. Die Erforschung der Identität steht bei dem Song im Vordergrund. In der Singleauskopplung Zombie sowie bei More like you behandelt Orta Gartland die gleiche Problematik. Sie beschreibt darin offen ihre Kämpfe mit Minderwertigkeitsgefühlen. Die Botschaft soll sein, dass man zu Emotionen steht, anstatt diese zu unterdrücken.

Schönstes Stück auf dem Album ist für mich Madison. Die Nummer kommt nur mit leichten Klängen einer Akustikgitarre und Orlas Stimme aus. Jemanden zu mögen, aufgrund dessen Art, wie man denkt und der Person Vertrauen schenkt ist die Kernaussage des Liedes. Durch das ganze Album hinweg ist spürbar, dass Orla Gartland Einflüsse verschiedener Künstlerinnen hat auf sich wirken lassen. So sind Songs zu finden, die an Fiona Apple und Regina Spektor erinnern und auch an rockig-punkige Nummern wie von Kate Bush und Avril Lavigne.

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Die Musikerin erhofft sich von ihrem Album, dass die Leute sie besser verstehen. Das Album Woman On The Internet von Orla Gartland ist abwechslungsreich. Obwohl es voller Themen, wie  Angst und Zweifel ist, so hat es die Künstlerin mit spielerischer Leichtigkeit geschafft, den Songs die mitschwingende Schwere zu nehmen.

Mehr Infos zu Orla Gartland findet ihr auf ihrer Homepage, bei Facebook, bei Instagram und ihrem Youtube-Kanal.

Fotocredit by Karina Barberis