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RasgaRasga servieren einen groovigen Aperitif

RasgaRasga stehen für einen ganz eigenen Sound und unheimlich abwechslungsreichen GlobalPop. Die Kölner Band ist ein Sextett, das sich insgesamt zwölf unterschiedlichen Instrumenten und fünf Sprachen bedient. Im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten begeistern die sechs Musiker:innen derzeit auf ihrer Tour. Passend dazu ist am 29. Oktober die neue EP Aperitif von RasgaRasga auf den Markt gekommen.

Im Rausch beeindruckender Livemusik

Auf einem Wochenendtrip in Ulm hat es mich Anfang November spontan in den Musikclub Roxy gezogen. An diesem Tag war das Konzert von RasgaRasga angekündigt. Ohne große Erwartungshaltung wurde ich vor Ort allerdings nicht nur extrem gut unterhalten, nein regelrecht geflasht! Selten hat mich neue Musik so sehr in den Bann gezogen, wie an diesem Abend! Gute Laune, vielseitige Instrumente, Musiker:innen die richtig Bock auf live spielen hatten und ein Publikum, das diese Stimmung aufsog wie ein trockener Schwamm das Wasser.

Wasser ist ein gutes Stichwort, wobei die Band den Gästen tatsächlich passend zum Titel der EP einen Aperitif zum Beginn der Show reichte. Die EP weist fünf abwechslungsreiche Songs in unterschiedlichen Sprachen auf. Eindrucksvoll und mit viel Kraft überzeugt der erste Titel mit dem spanischen Namen Roja für Rot. Mit Roja schlägt die Band Alarm für Veränderung und Abwendung vom ewig gestrigem. Passend dazu laufen die Bandmitglieder im dazugehörigen Video gegen den Strom.

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Bunt, vielseitig und international

Mit dem zweiten Lied hingegen zeigen RasgaRasga ein gänzlich anderes Gesicht. Monotonie ist ein samtweicher deutschsprachiger Song mit Ohrwurmcharakter. Ja, die Melodie macht es sich garantiert auch in euren Gehörgängen gemütlich. Interessant ist auch der Gegensatz: RasgaRasga sind lebhaft, quirlig und bunt. Im Lied singt Sängerin Daria hingegen, die seit Mitte Mai Teil dieser Gruppe ist: „Oh Monotonie, wickel mich in grau, schluck alle Farben. Was bleibt mir dann genau?“

Daria ist eine Bereicherung und passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu den Jungs an den Instrumenten. Unbedingt auch einmal in diese Nummer reinhören, denn es ist wie im Text besungen eine wahre sweet Melancholie! Mit dem Wechsel zum nächsten Song wechseln wir auf der EP auch wieder die Sprache und zwar ins Französische. Le Calme Reviendra heißt so viel wie die ‚Ruhe kehrt zurück‘. Doch wenn es eines gibt, was bei RasgaRasga absolut nicht einkehrt sind es Langeweile und Ruhe.

RasgaRasga_by_KarlFDegenhardt

Track Nummer vier trägt den ungewöhnlichen Namen Schwarzwaldstraße. Aber anders als gedacht ist dieser Song auf Englisch und bildet mein persönliches Schlusslicht auf dieser EP, zugegeben ist es auch verdammt schwer gegenüber den anderen vier Titeln zu überzeugen. Zum Ende kehrt die Band zurück in spanische Gewässer und hebt mit El Viento hervor, was das Herzstück von RasgaRasga ausmacht, nämlich die Bläser.

Trompete und Posaune sorgen für eine ganz eigne Note, hohen Wiedererkennungswert und eine Stimmung, die schnell überschwappt. In diesem Song vermitteln sie zusammen mit dem energiegeladenen Auftreten der Band ein Gefühl, wie auf einem Dorffest in Andalusien. Wer bei Songs wie diesem noch die Füße stillhalten kann, dem ist nicht mehr zu helfen. Mein Gesamtfazit: Rasgarasga sind live ein regelrechtes Feuerwerk und ihre EP Aperitif ist weit mehr als ein bloßer Geschmacksanreger!

RasgaRasga auf Aperitif Tour

Noch kann man sich selbst von RasgaRasga an zwei Abenden bei der Aperitif Tour überzeugen:

12.11.2021 Schlachthof Kassel

18.11.2021 Transvocale Frankfurt (Oder)

Weitere Infos zu RasgRasga bekommt ihr auf deren Homepage, bei Facebook, Instagram und auf Youtube.

Fotocredit: Titel live by Klaus Polkowski, Profil by Karl F. Degenhardt