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Ein Jahr Fanklub: Wir blicken vor und zurück

Vor etwas mehr als einem Jahr ist die Online-Plattform Fanklub an den Start gegangen. Wir haben uns bei den Gründern umgehört, wie sich das “digitale Zuhause” für Bands und Fans entwickelt hat und was für die Zukunft geplant ist.

Mit MUSICSPOTS haben wir den digitalen Backstageraum seit Gründung begleitet und inzwischen, mehrere Musiker:innen und Bands hier entdecken können. Mit unserer Serie “Inside Fanklub” dürfen wir regelmäßig hinter die sonst nur für Fans geöffneten Türen des Fanklub schauen. In spannenden Gesprächen mit u.a. Lauringer, Anoki, oder Yatwa wird immer wieder deutlich: diese Idee trifft den Nerv der Zeit. Musiker:innen haben endlich einen Platz, an dem sie sich gezielt und intim mit ihren Fans austauschen können.

Nach mehr als 365 Tagen am Markt hat sich das Angebot bereits erfolgreich herumgesprochen. Mehr und mehr Bands und Musiker:innen öffnen einen eigenen Fanklub und machen sich so Stück für Stück unabhängig von Streaming und Social Media Kanälen. Die Kontaktaufnahme zu Fans kann online so einfach sein. Fans danken diesen intimen Einblick mit einer kleinen finanziellen Unterstützung und erhalten auch die Möglichkeit auf Extras, wie den vorzeitigen Vorverkauf von Tickets oder Hörproben von unveröffentlichten Songs.

Wir haben die drei Ideengeber (Arne Thamer, Sebastian Krol und Andreas Jantsch) um einen Rückblick und einen Ausblick gebeten.

Rückblickend, wie war das vergangene Jahr für euch?
„Extrem aufregend! Nach langen Vorbereitungen ging es endlich los und wir merken, dass das Konzept funktioniert: Schon jetzt gibt es einige Bands, denen Fanklub wirklich weiterhilft. Um selbstbestimmter gegenüber den klassischen sozialen Medien zu sein und um handfestes Geld zu verdienen. Zudem haben wir uns strukturell sehr weiterentwickelt, haben im Herbst die App gelauncht und uns personell verstärkt: Seit September sind Eric Landmann und Marc Feldmann von ZentralratMitte Teil des Fanklub-Teams.“

Team Fanklub @ RBF 22 by Julian Mathieu

Was sind die größten Neuerungen, die ihr in den letzten Monaten technisch ergänzt habt?
„In den letzten sechs Monaten haben wir vor allem an der App gearbeitet, die nun überall verfügbar ist! Daneben sehen wir jede Woche unserer Programmierer-Team (Digital Concepts aus Linz), um auch die vielen Kleinigkeiten zu verbessern: Abrechnungssystem, Designs, etc.“

Über welche Fanklub-Eröffnung habt ihr euch besonders gefreut?
„Wir freuen uns über jeden einzelnen Launch, denn: Fanklub ist für alle Bands & Musiker*innen da, egal ob groß oder klein. Die erfolgreichste Eröffnung hatte die Schweizer Band Black Sea Dahu. Mit Samantha Wright hat just eine erste Instrumentalistin einen Klub eröffnet – eine renommierte und sagenhafte Klarinettistin! -, auch darüber haben wir uns sehr gefreut.“

Gebt ihr den Bands und Musiker:innen auch Unterstützung bei der Einrichtung des Fanclubs?
„Ja, wir betreuen sehr direkt. Wir sind telefonisch, per Mail und auch via Zoom-Calls verfügbar, um bei der Einrichtung & Strategie zu supporten!“

Unterstützt ihr die Bands darüber hinaus in der Steigerung ihrer Bekanntheit?
„Wir betreuen unsere eigenen social media Kanäle (Instagram, Facebook & TikTok) und nutzen diese, um die Bands und ihre Klubs zu bewerben. Doch eines ist auch klar: Im Fanklub geht es um die Kommunikation mit den 5% der „Superfans“ einer Band. Diese zu erreichen, das gelingt den jeweiligen Bands selbst natürlich am besten – über bestehende Newsletter, ihre eigenen Kanäle oder auf ganz direktem und analogem Wege.“

Paula Carolina by Julian Mathieu

Wird sich durch die Erweiterung auch die Ausrichtung des Fanklubs ändern?
„Nein. Marc und Eric helfen uns stattdessen dabei, die Kernidee des Fanklubs auch in die Top-Managements des Landes zu kommunizieren.“

Was dürfen wir in den kommenden Monaten erwarten?
„Die Arbeit von Marc und Eric beginnt Früchte zu tragen. In den nächsten Monaten werden ein paar bekanntere Bands ihre Fanklubs eröffnen – darauf freuen wir uns schon sehr! Denn so gut & wohlwollend die Idee vom Fanklub meistens auch aufgenommen wird: Es muss noch viel Vertrauen geschaffen werden in der immer recht trägen Musikbranche, damit das Konzept wirklich aufgeht, sich unsere Reichweite erhöht und es sich auch wirtschaftlich für uns lohnt. Wir sind aber sehr zuversichtlich und freuen uns auf ein 2023, in dem wir auf die Erfolge des letzten Halbjahres aufbauen wollen.“

Fanklub im Jahresrückblick

Konzert-/ Livemusik-Highlight 2022:
„Unser Fanklub-Showcase auf dem Reeperbahn Festival! Annie Chops, Ian Fisher, Paula Carolina und YATWA haben auf der großen Bühne der Spielbude gespielt & das Publikum verzaubert. Fanklub geht also auch analog & wir lieben es!“

Ausblick auf 2023:
„Auf jede neue Band, die einen Fanklub gründen wird. Wir kommen allmählich ins Rollen und sind davon überzeugt, den Musiker*innen mit unserer App ein tolles Angebot zu machen, um selbstbestimmter zu arbeiten.“

3 Lieblings-Songs in 2022:

1. Paula Carolina – Trophäe
2. Black Sea Dahu – Transience
3. Ian Fisher – I’ll Be There

„3 Songs von Fanklub-Bands, die uns in den letzten Monaten besonders bewegt haben! Trophäe ist ein wahrer Hit & von Paula wird man noch viel hören. Black Sea Dahu betreiben den derzeit erfolgreichsten Fanklub auf unserer Plattform & bei Transience kommen uns immer die Tränen! Genauso beim rührenden „I’ll Be There“ von Ian Fisher, der regelmäßig Demos in seinem Fanklub teilt.“

Danke Team Fanklub für diesen Einblick zum einjährigen Jubiläum. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und neue spannende Blicke in neue Fanklubs im kommenden Jahr.
Mehr über den Fanklub erfahrt ihr auf der Webseite, bei Instagram, Facebook. Ganz easy auch von unterwegs könnt ihre den Fanklub eurer Lieblingsband jetzt auch mit der App besuchen. Quasi vor dem Konzert noch mal im Backstage Hallo sagen.

Foto Credits: alle Julian Mathieu

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