Foto: Universal Music

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Weezer, wie immer rockig-poppig und ironisch-frech, so kennen ich die Band aus Schulzeiten noch und so habe ich Weezer nach langer Zeit wiederentdeckt. Das neue Album Everything Will Be Alright. In The End. sollte man, wenn überhaupt laut hören.

20 Jahre Weezer

Klar hat sich in den 20 Jahren Bandgeschichte einiges getan. Und nicht alles ist auf die vollste Zufriedenheit der Fans gestossen. Aber es liegen ja auch sieben Alben zwischen dem Debüt Weezer (The Blue Album) mit dem ersten Hit Buddy Holly und dem neuesten, dem inzwischen neunten Studioalbum. Und ich muss vorweg sagen, ich habe die Alben dazwischen nicht gehört. Und mir ist es aktuell auch egal, was dazwischen passiert ist.

Laut und deutlich

Für mich ist und bleibt Weezer eine Band aus meiner Schulzeit. Und so ist Everything Will Be Alright. In The End ein typisches „Zurück-in-die-90er-Album“. Mit einem Sound zwischen Schulhof-Radio, Kassenmixtapes der besten Freunde und Dosenbier. Einer Zeit in der alles angezweifelt wurde, der Widerstand das wichtigste war und man einfach Spass haben musste. Dieses Gefühl bringt das neue Album für mich. Es ist ausreichend laut, aber nicht depressiv. Es ist melodisch und ab und zu ein wenig poppig. Und es nervt ab und an. Es ist mal wieder Weezer, wie zur Schulzeit. Ehrliche Texte oder nur guter Humor? Ob wir nun alle in den Songtiteln, dem Namen des Albums und den Texten eine Entschuldigung der Band für die „ach so miesen Alben der vergangenen Jahre“ finden sollen? Mir egal.

Wenn Frontsänger Rivers Cuomo in Go Away sogar im Duett wehmütig seinen Trennungsschmerz heraussingt, oder in I´ve Had It Up To Here beschreit, wie er immer das Beste für alle wollte, könnte man dieser Meinung sein. Und vielleicht bittet Couma auch seine Vater in Foolish Father auch um Vergebung. Ich brauche bei Weezer heutzutage keine Metatexte. Für mich sind dies einfach gute Weezer Songs, die besten auf dem neuen Album. Den Abschluss bilden die drei Songs: I. The Waste Land, II. Anonymous und III. Return to Ithaka. Mit der Trilogie zeigen Weezer nochmal, dass die Gitarren ordentlich schrabbelig heulen, Bass, Schlagzeug und Klavier passend mithalten können. Schön gemacht. Und wieder ist es das Textfragment „I don´t even know your name, … so i call you Anonymous“, das mich  mit einem Lächeln die Songs hören lässt.

Foto: Universal Music

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Eine runde Sache

Weezer bringen mir weiterhin den Sound aus einer Ära zurück, in der ich begonnen habe Musik zu entdecken, die meine Stimmung widerspiegelte. Und das Album bringt neue Songs, die vielleicht gar nicht so neu klingen. Ich finde das ist nicht das Schlimmste, was die Band aus Los Angeles uns diesen Herbst gebracht hat. So werde ich das neue Weezer Album auf jeden Fall noch ein weiteres Mal durchhören. Sei es nur um meine Nachbarn ein wenig zu nerven, oder meinen inneren Rebell zu wecken. Ihr wollt auch? Bitte sehr. Spotify macht´s möglich. Und die meine Favoriten, wandern natürlich wie gewohnt in meine Musicspots Playliste.

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