Singing to Stranges von Jack Savoretti: Atemberaubend oder einfach nur anders als erwartet? Das am 15. März erscheinende Album des Singer- und Songwriters kann mich nicht zu hundert Prozent überzeugen. Es hat aber durchaus hörenswerte Perlen in der Trackliste.

Jack Savoretti – sanfter Folkpop

Ich gebe zu, ich hatte Jack Savoretti in den vergangen Jahren aus den Augen verloren. Über sein mit Gold ausgezeichnetes Album Written in Scars, habe ich damals damals die Liebe zum Folkpop entdeckt. Die rauchige brüchige Stimme des Engländers hielt mich direkt gefangen. Mit dem neuen Album, tue ich mich hierbei etwas schwerer.

Unruhig, fällt mir als erstes ein, wenn ich durch die Songs skippe und bei einzelnen länger verweile. Mal laut mal leise. Erst schnell dann langsam. Pop und Folk. Begonnen bei Candlelight, das mir zu schwer und zu tragend ist. Ähnlich geht es mir mit der Single Music is too sad without you mit Kylie Minogue. Schön hingegen ist der Titeltrack Singing to Stranges geworden. Jack Savoretti sagt selber: „Es ist mein Job, für Fremde zu singen. Damit habe ich fast mein ganzes Leben verbracht. Ich habe für Freunde, meine Familie und Fans gesungen. Die habe ich jedoch schon auf meiner Seite und ich kann gewissermaßen alles singen. Fremde hingegen müssen überzeugt und berührt werden, Du musst eine Verbindung zu ihnen aufbauen.“

Der Wunsch zu überzeugen

Völlig überzeugen und berühren können mich bei dem neuen Album nur wenige Stücke. Ganz vorne in der Favoritenliste: What More Can I Do. Ein Song, der so schön in Begleitung von Streichern daher kommt, dass er auch aus im Repertoire von Barry White sein könnte. Auch mit dem Gitarrensolo am Ende tut mir Jack Savoretti hier einen Gefallen. Dann natürlich der Titeltrack Singing to Stranges und als drittes noch Better Off Without Me.

Summerfeeling & Nostalgie

Solltet ihr im Sommer eine Fahrt im Cabrio an einer Küste entlang machen, lasst Youth & Love laut laufen. Der Song hat Schwung und Summerfeeling. Lauschen solltet ihr auf jeden Fall auch Touchy Situation. Der Songtexte stammt von keinem geringeren als Bob Dylan. Über einen Bekannten seines amerikanischen Manager erhielt Jack Savretti den Text und die Erlaubnis seine eigene Musik hierzu zu schreiben. Und spätestens hier wird mir klar, warum ich immer wieder beim Folk lande: die Bob Dylan Platten , die aus dem Elternhaus inzwischen in meine Sammlung übergegangen sind. Ein Sound der mich doch stark geprägt hat. Daher wechsle ich von Singing to Strangers wieder rüber zu Written in Scars, und lausche Jack´s Version von Nobody ‘Cept You.

Jack Savoretti Cover Singing to Strangers


Singing to Stranges wurde von Cam Blackwood (George Ezra) produziert und erscheint am 15. März 2019 bei BMG Records.

Jack Savoretti ist ab April auf Tour und hat im Mai auch einige Stopps bei uns in Deutschland.

Jack Savoretti Singing to Strangers Tour 2019

03.05.19 Frankfurt, Batschkapp
04.05.19 München, Muffathalle,
12.05.19 Berlin, Huxleys,
14.05.19 Hamburg, Docks
15.05.19 Köln, Live Music Hall

Mehr zu Jack Savoretti erfahrt ihr über seine Webseite, die Facebook-Fanapge, Instagram oder seinem YouTube-Kanal.

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