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Nachgefragt bei Qobuz – Wie geht Musik-Streaming besser?

Seit Anfang 2026 ist MUSICSPOTS zum Streaming Anbieter Qobuz gewechselt. Doch wer ist Qobuz und was genau macht die Plattform aus Frankreich aus? Um euch einen tieferen Einblick zu geben, habe ich ein Interview mit Mareile Heineke Regional Manager GSA von Qobuz geführt. Im Gespräch nimmt uns uns mit hinter die Türen des europäischen Unternehmens und beantwortet die Frage: Wie digitales Musikhören heute ein klein wenig besser für alle Beteiligten sein kann und wir als Musikfans wieder mehr als nur Streams zum Klicken erhalten.

Wer bist du? Stell dich kurz vor. 

Mein Name ist Mareile Heineke und ich verantworte bei Qobuz unsere Aktivitäten in der DACH-Region. Ich bin eine leidenschaftliche Musikliebhaberin und davon überzeugt, dass Musik mehr ist als nur Hintergrundrauschen. Ich möchte Qobuz als feste Adresse für Menschen etablieren, die Wert auf Qualität, Authentizität und faire Bedingungen in der Musikwelt legen.

Qobuz gilt als Pionier für hochqualitatives Musikstreaming. Wie habt ihr euch seit Start entwickelt und seid so zu einem besonderen Player am Markt geworden?

Seit unserer Gründung 2007 in Frankreich sind wir unseren Prinzipien stets treu geblieben: dem kompromisslosen Fokus auf Klangqualität und der Wertschätzung von Musik und ihren Schöpfer:innen. Während der Markt in der Vergangenheit massenhaft auf Kompression und Algorithmen setzte, haben wir auf Hi-Res-Audio und menschliche Kuration gebaut. Wir haben uns so von einem Nischenanbieter für Audiophile zu einer Plattform für all diejenigen entwickelt, die Musik bewusst und aktiv genießen wollen und nicht nur Playlists als Hintergrundbegleitung suchen. Bei Qobuz schaffen wir ein ganzheitliches Musikerlebnis, das über das reine Hören hinausgeht. Wir bieten zahlreiche Hintergrundinformationen, etwa in Form von Albenbesprechungen, digitalen Booklets und Interviews, die das Musikhören begleiten. Dabei vertrauen wir auf die Expertise echter Menschen: Unsere Musikempfehlungen werden von unserer hauseigenen Musikredaktion getroffen. Algorithmen spielen bei uns bewusst nur eine Nebenrolle.

Was uns zudem besonders macht, ist unsere Unabhängigkeit und unsere europäische Identität. Wir sind keinen fachfremden Geschäftsmodellen oder der reinen Datenverwertung verpflichtet, sondern widmen uns allein der Musik. Dazu gehört für uns untrennbar eine faire Wertschöpfungskette: Wir bei Qobuz setzen uns für Markttransparenz ein und haben im vergangenen Jahr die offizielle Bestätigung erhalten, dass unsere Vergütung pro Stream bis zu viermal höher ist als bei anderen Marktteilnehmern.

Was zeichnet das Team hinter Qobuz aus? Gibt es bestimmte Werte oder Arbeitsweisen, die eure tägliche Arbeit und den Umgang miteinander besonders prägen?

Hinter Qobuz steht ein Team aus echten Musikfans! Uns verbindet ein fast schon handwerklicher Stolz auf das, was wir tun. Unsere Arbeitsweise ist sehr „menschlich“ geprägt: Wir diskutieren viel über Musik, statt uns nur auf Excel-Tabellen zu verlassen. Transparenz, Unabhängigkeit und der Respekt vor der künstlerischen Arbeit sind Werte, die wir nicht nur nach außen kommunizieren, sondern auch intern leben und viele meiner Kolleg:innen sind selbst Musiker:innen. Wir verstehen uns als digitaler Plattenladen von nebenan, nicht als Datenkonzern oder Technologieunternehmen.

Viele Künstler*innen und Musikfans kritisieren gängige Streamingmodelle für ihre geringe Vergütungen. Was tut Qobuz konkret, um Musikerinnen und Musikern faire Bedingungen, Sichtbarkeit und Wertschätzung zu bieten?

Das ist ein wunder Punkt der Branche, den wir sehr ernst nehmen. Qobuz zahlt pro Stream die höchsten Vergütungen im Markt und wir haben von Anfang an darauf bestanden,Musik nicht kostenlos in Form von sogenannten Freemium-Abonnements anzubieten, die den Wert der Musik herabsetzen. Zudem fördern wir den direkten Verkauf: In unserem Download-Store geht ein signifikanter Teil der Erlöse direkt an die Rechteinhaber:innen. Wir bieten Künstler:innen zudem echte Sichtbarkeit durch unsere redaktionelle Arbeit in unserem Magazin, das in die Qobuz-App integriert ist. Wir schreiben Rezensionen, führen Interviews und platzieren Künstler:innen in handverlesenen Playlists. Das ist unsere Form der Wertschätzung.

Für viele Nutzer*innen ist ein Wechsel von den großen Streamingdiensten zu kompliziert. Wie gestaltet sich der Umstieg zu Qobuz technisch und inhaltlich und wie versucht ihr, diese Hürde möglichst niedrig zu halten?

Wir wissen, dass die eigene Musikbibliothek über Jahre gewachsen ist und Gewohnheiten schwer umzustellen sind. Deshalb unterstützen wir Tools wie Soundiiz, mit denen Nutzer:innen ihre Playlists und Favoriten mit wenigen Klicks von anderen Plattformen zu uns übertragen können. Technisch bieten wir Apps für alle gängigen Plattformen und dank “Qobuz Connect”  eine nahtlose Integration in hochwertige Hi-Fi-Systeme”, sodass  man seine Hi-Fi-Anlage direkt über sein Smartphone steuern kann. Doch der Wechsel zu uns ist mehr als nur ein technischer Umstieg – es ist eine Entscheidung für verantwortungsbewusstes Streaming. Bei Qobuz genießen sie mit gutem Gewissen, weil wir Künstler:innen fair vergüten und echte Kreativität aktiv fördern. So wird aus dem reinen Musikhören ein bewusster Beitrag zum Erhalt einer lebendigen Musikkultur.

Neben Streaming betreibt Qobuz ein eigenes Magazin. Welche Rolle spielt dieses redaktionelle Angebot für euch, und wie wichtig ist euch kuratierter Musikjournalismus im digitalen Zeitalter aus eurer Sicht?

Das Magazin ist unser Herzstück. In einer Zeit, in der uns KIs vorschlagen, was wir hören sollen, setzen wir auf fundierten Journalismus. Wir bieten tausende redaktionelle Artikel, Biografien und exklusive Interviews. Kuratierter Journalismus ist deshalb so wichtig, weil er Kontext liefert. Er erklärt die Geschichte hinter den Menschen oder einer Aufnahme. Für uns ist Musik eine kulturelle Errungenschaft, keine reine Ware – und diese Geschichte muss erzählt werden.

Gleichberechtigung und Sichtbarkeit für marginalisiert Gruppe in der Musikbranche zu ermöglichen, ist ein zentrales Thema bei MUSICSPOTS. Welche Verantwortung seht ihr hier als Streamingplattform – und wie spiegelt sich das konkret in euren Strukturen, Inhalten oder Partnerschaften wider?

Wir sehen uns hier absolut in der Verantwortung. Als europäische Plattform liegt uns die kulturelle Vielfalt in den Genen. In unserer Kuration achten wir aktiv darauf, Stimmen hörbar zu machen, die im Mainstream oft untergehen. Das spiegelt sich in unseren Playlists wider, die bewusst auch Genres wie Jazz, Indie oder Klassik featuren, statt nur die Musik zu behandeln, die man ohnehin in den Charts oder im Radio begegnet. Auch bei Partnerschaften suchen wir gezielt den Austausch mit Akteuren, die diese Werte teilen. Es ist ein stetiger Prozess. Für uns ist Diversität kein Marketing-Tool, sondern die Voraussetzung für eine lebendige Musikkultur.

Nochmal zurück zu Dir: Was hörst Du derzeit und welchen Musiktipp hast Du für die MUSICSPOTS Community?

Ich greife meist aus Gewohnheit zu den Alben und Artists, die mich schon ein Leben lang begleiten und teilweise lange nichts mehr rausgebracht haben. Durch Qobuz habe ich das Glück, mich aber auch mit Neuheiten und jungen Talenten auseinandersetzen zu “müssen” und hierbei habe ich mich gerade in zwei relativ neue Alben verliebt:

Danke für das Gespräch. Beide Song-Empfehlungen wandern natürlich in die MUSICSPOTS-Kaffeetresen-Playlist.

Danke an Qobuz!

Ich freue mich, mit Qobuz einen Kooperationspartner in der MUSICSPOTS‑Community zu begrüßen, der den Streaming‑Markt ein kleines bisschen besser macht. Ihr wollt auch zu Qobuz wechseln? Dann habe ich hier einen 60 Tage Testabo-Link für euch. Jetzt zu Qobuz wechseln! 

Mehr über den Wechsel von MUSICSPOTS zu Qobuz erfahrt ihr auch im Artikel Warum die Wahl deiner Musik Streaming Plattform nicht egal ist

MUSICSPOTS Playlist auf Qobuz

MUSICSPOTS Kaffeetresen

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Fotocredit by Qobuz