Home » 32 Songs, die uns auch 2026 begleiten

32 Songs, die uns auch 2026 begleiten

Einen Rückblick über das Jahr mit einem Best-of oder den meistgehörten Alben wird es dieses Jahr bei MUSICSPOTS nicht geben. Stattdessen haben Sandra und Caro ein paar Empfehlungen für euch zusammengestellt – Musik von Bands und Musiker*innen, die uns 2025 begeistert haben und dies sicher auch 2026 tun werden.

Es sind dabei nicht immer nur Neuerscheinungen, die wir gern hören. Regelmäßig landen auch ältere Stücke wieder auf dem Plattenteller oder in der digitalen Playlist. Vielleicht ist ja auch für euch etwas dabei.

1. Mina Richman – Work (Caro)
In frische funky Beats und groovende Gitarren gehüllt, startet Mina Richman ihr Album Grown Up. Es handelt vom Erwachsensein und der ewigen Frage nach dem Reinpassen in dieser Welt voller Normen und Regeln. Vorgeben, jemand zu sein, der man nicht ist, sollte für niemanden notwendig sein. Akzeptanz und Miteinander sind gefragt. Mina Richman geht 2026 wieder auf Tour, sie hat auch zahlreiche Specials für ihre Fans geplant.

2. Lara Hulo –  Frau (Sandra)
Der Sarkasmus steht Lara Hulo gut: Ihr Song „Frau“ erzählt von angestaubten Selbstverständlichkeiten, die 2025 längst zu den Unverschämtheiten zählen sollten. Doch für dieses Selbstverständnis werden wir auch 2026 noch kämpfen müssen. Laras „Happy End“ in der letzten Textzeile könnte eine Lösung sein ;) – hört rein.

3. Marlo Grosshardt – Oma (Caro)
Ein Stück, bei dem man unbewusst die Luft anhält. Der Musiker marlo Grosshardt wendet sich an seine Oma, die ihm bereits früh von seiner Jugend und der Zeit vor einem Jahrhundert erzählt hat. Eine Zeit, die wir dachten, hinter uns gelassen zu haben und uns nun wieder dagegen wehren müssen. Marlo Grosshardt animiert mit seiner Musik Menschen zum Nachdenken und Mitsingen. Die Tickets für die Tour in 2026 sind heiß begehrt.

4. Mega D – Arm in Arm (Sandra)
Ein bisschen mehr Vertrauen und Liebe werden wir auch 2026 definitiv benötigen. Deshalb gehört die Ode an Zusammenhalt und (Wahl-)Familie aus dem Projekt von Thomas D, Flo Mega und den KBCs unbedingt in diese Playlist.

5. Pina Palau – Outdoor Guy (Caro)
Ein deutliches Ja, für mehr guten rockige Blues mit Gitarren auch in 2026. An unserer Seite mehr Menschen, die nicht nur oberflächlich von großen Erlebnissen erzählen, sondern sich Zeit für uns nehmen. Wir sagen Tschüss zu all den Outdoor Guys und treffen uns wieder mit Menschen, die zuhören und im Augenblick sind. Wie Pina Palau zurecht sagt: Manchmal lohnt es sich nicht lange zurückzuschauen. Lasst uns positiv nach vorne gehen.

6. Beharie – Everybody Tells Me To Let Go (Caro)
Der Titeltrack Everybody Tells Me to Let Go erzählt mit leiser eindringlicher Stimme, über das Gefühl, beständig von Außen beeinflusst zu werden und dabei zu merken, dass es für eine selbst nicht passt. Es geht um das Finden der eigenen Wahrheit und des Selbst. Beharie schafft es, uns in seine Gefühlswelt mitzunehmen und die Zeit stehen zu lassen.

7. Skunk Anansie – Hedonism (Sandra)
2026 wird „Hedonism“ 30 Jahre alt – und ist heute wieder so passend, dass es schmerzt. Die „Freiheit“, die heute so viele feiern, ist nichts als Hedonismus auf Kosten anderer. Individualismus ist ein Luxus, der zum Ego-Zentrismus überzeichnet wurde. Ein bisschen mehr echte Nähe zu Herzensmenschen, ein bisschen weniger Konsum wird uns allen gut tun. Statt Selfie ein bisschen mehr Fokus auf andere. Wie wärs?

8. Karoline Kaminski – No Problem (Caro)
Karoline Kaminski verwandelt in ihren Songs Wut und Frustration in musikalische Kraft, was sich für sie selbst wie eine Befreiung anfühlt. No Problem ist genau so ein Stück. Andreas liess sich beim Hören direkt zurück in seine 2000er Emo Zeit zurückkatapultieren. Folgt ihm für mehr traurige Gefühle.

9. Marla Moya – Radio (Caro)
Mit Radio gibt uns Marla Moya ein Stück, das einen bewusst sanften Abschied von einer anderen Person einfordert. Die Stille, die zuvor herrschte, soll vorsichtig durchbrochen werden und Worte bewusst eingesetzt werden, ohne zu verletzen. Eine Trennung geht auch mit Trauer einher, aber der Folk und Country, mit dem  Marla Moya den eigenen Schritt in die Veränderung beschreibt, macht es ein wenig leichter. Im Januar geht die Musikerin auf Tour mit ihrem Debüt Sanguine Soul. Ein echter Tipp für Folk-Fans.

10. Yaama – Willow (Caro)
Selten haben wir eine neue Musikerin erlebt, die ihre Stücke so künstlerisch und feingliedrig in der heutigen Zeit anlegt. Auch bei Willow scheint sich Yaama fern der im Trend liegenden Gleichförmigkeit zu bewegen. Die Musikerin hinterfragt zwischen Elektro und Pop das Sein und plädiert für ein Loslassen, eine Freiheit, die vielleicht vieles einfacher machen würde. Die Stücke von Yaama sind mehr als Alltagsmusik. Sie sind Kunst und Schönheit durch viele kleine Details.

11. The Jesus and Mary Chain – Head On (Caro)
Punk war nicht nur in den 90ern groß. 2025 wurde auch der Shoegaze wieder gefeiert. Wer sich aber mal ganz seinen Gefühlen hingeben möchte, sollte nicht traurig auf seine Schuhspitzen blicken, sondern allen Emotionen ab und zu Raum geben. Von diesem Losrennen mit dem Kopf voraus handelt der für 1998 auf dem Album Atomic erschienene Song. Ein totaler Absturz sollte es aber dennoch werden.

12. Grimes – Artificial Angels (Sandra)
This is what it feels like to be hunted by something smarter than you“ beschreibt das Gefühl, das viele derzeit mit dem Einsatz von KI erleben. Wir können ihr nicht mehr entkommen, hat sie doch längst Einzug in unsere virtuellen Stammkneipen gehalten und sich freundlich lächelnd angeboten, ständige, vermeintlich hilfreiche Begleiterin zu sein. Dabei ist sie um keine Antwort verlegen und lügt wie gedruckt. 2026 werden wir vielleicht erleben, wo sie uns hinführt.

13. Lola Young – D£aler (Caro)
Wenn du in einer Menge stehst und alle singen vom ersten Takt an mit, dann weißt du was “Fan sein” bedeutet. Lola Young hat uns im Sommer auf dem Dockville mitgerissen. Aber ebenso berührt hat uns ihr Rückzug von der Bühne, der zeigte, dass Musiker*innen Menschen sind. Ein Zerbrechen an äußeren Erwartungen  und inneren Druck durch das Business. Wir sind mit Messy in 2025 gestartet und haben diese Musikerin mit ihrem Album I´m Only F**cking Myself noch besser kennengelernt. D£aler ist eines der vielen Highlights auf diesem Album.

14. Raye & Mark Ronson – Suzanne (Caro)
Spätestens seit der Single Suzanne ist die Musikerin  aAye im Fokus von MUSICSPOTS. Ein Stück über eine fiktive Person, eine femme-fatal, die beim Betreten eines Raumes alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und mit ihrer bloßen Anwesenheit Welten bewegen kann. Ein Fluch und sicher auch ein Segen. Auf jeden Fall ein großartiger Song, den die britische Musikerin Raye hier mit Mark Ronson gemeinsam produziert hat. Der Auftritt auf dem Dockville in 2025 hat Raye nun endgültig in unsere Favoritenliste katapultiert.

15. Robbie Williams – Human (Sandra)
Robbie Williams schreibt uns auf der gerade erschienenen BRITPOP (Deluxe Edition) einen Brief aus der Zukunft. Kurz gesagt: Wir sind alle verloren, also sollten wir die Sonne und das Leben genießen. Ein guter Plan.

16. Cake – I will Survive (Caro)
Das Cover vom  Original von Gloria Gaynor ließ mich 1996 zuerst zusammenzucken, dann bannte ich den Song auf fast jedes meiner selbstkreierten Mixtapes in den dieser Zeit. Ein Song, der Lebensmut und Energie versprüht. Als Indie Rock und als Soul Version.

17. Betti Kruse – Für alles gibts ne Lösung (Caro)
Deutscher Schlager neu vertont und dabei wirklich intelligent umgesetzt. Betti Kruse kommt mit dem besten Bläsersatz der Welt zu uns und hat die perfekten feministischen Texte zum Zuhören und Mitsingen. Wenn ihr immer noch Grübelt, wie ihr das Problem mit euren Mitmenschen am besten angeht, ist Betti Kruse bereits fertig.

18. Jamiroquai – Virtual Insanity (Sandra)
Noch ein visionärer Song, der 30 wird: Schon 1996 beschrieb Jamiroquai die damals noch neue virtuelle Realität als Wahnsinn und malte unsere Zukunft mit künstlich geschaffenen Entitäten nicht unbedingt rosig aus. Ein Ohrwurm, aktuell wie eh und je.

19. Lady Wray – Hard Times (Caro)
Ihr steht auf Soul, der echten Blues in sich trägt? Auf HipHop mit Texten aus dem Leben und einer Performance, die euch live sofort mitreißt? Dann seid ihr bei Lady Wray richtig. In ihrem Song Hard Times nimmt sie uns mit und scheint auch aus unser aller Leben zu erzählen.

20. Lila Sovia – Immer noch da (Caro)
Lila Sovia ist die starke Stimme für den neuen deutschsprachigen HipHop. Selbstbewusst begibt sich Lila Sovia auf Bühnen und in Rap-Battle. Immer noch da, Blick auf die Szene und Mechanismen und wiederkehrende Muster. Dabei beweist der Track einmal mehr: HipHop in deutscher Sprache kann mehr ist als nur lustig oder maskulin arrogant sein. Bei Lila Sovia ist er auf dem Punkt.

21. Puder – Of Elephants and Monsters (Sandra)
Hypnotisch stampft der Beat der Elefanten durch Puders messerscharfe Sicht auf die Monster Patriarchat und Toxizität in unserer Gesellschaft. So schön und so hart. Auch im kommenden Jahr werden wir solches Empowerment für eine gerechtere Welt nötig haben. Danke Puder.

22. Karwendel – Zu Lang zu Leise (Caro)
Deutschsprachiger Folk aus Hamburg. Der Musiker Karwendel hat zum Ende des Jahres noch ein Album mit weihnachtlichen Stücken herausgebracht. Welcher Song uns aber immer wieder im Ohr ist, ist Zu lang zu leise. Hier geht es darum, für wichtige Dinge mit Worten einzustehen. Dabei spricht er uns aus dem Herzen. Mehr Mut. Gemeinsam geht das auch noch besser. Seid ihr dabei?

23. Maya Delilah – Begin Again (Caro)
Eine Musikerin, die durch Zufall zu MUSICSPOTS gefunden hat und zum Jahresende mit ihrem Debütalbum auf Heavy Rotation läuft. Maya Delilah überzeugt mit Fingerspitzengefühl und einer warmen Stimme. Soul, Jazz und Blues treffen ebenso selbstverständlich aufeinander wie der frische Funk a´la Pince. Begin Again ist nicht nur der Opener des Albums, sondern auch ein Song, mit dem man ein Jahr gut beginnen kann und der uns auch durch das nächste Jahr begleiten wird.

24. Finding Cleo – Can´t Stand The Silence (Caro)
Vom Jazz zum Pop. Die Musikerin Cleo hat sich in 2025 neu erfunden und gefunden. Mit einer Band an ihrer Seite sind sechs Tracks erschienen, die den hohen Anspruch an Komposition und Produktion deutlich machen. Genau daher ist Finding Cleo  mit Can´t Stand The Silence ein Stück, dass wir öfter hören sollten und uns dabei vor Augen führen, dass Musik auch heute noch von Menschen gemacht wird.

25. Smoke City – Underwater Love (Sandra)
Ein sanfter Klassiker für die Seele: „ After the rain comes sun, after the sun comes rain again“ erzählt von den Gezeiten des Lebens, den Zyklen, denen das Leben unterworfen ist – und gibt Hoffnung in der tiefen blauen Dunkelheit der Tiefsee auf das Funkeln des Lichts, das uns wärmen wird, wenn wir wieder auftauchen.

26. Billie Eilish – All The Good Girls Go To Hell (Caro)
Ein Stück aus ihrem Debütalbum When We All Feel Asleep, Where Do We Go? aus dem Jahr 2019. Es geht um die Klimakrise und die Frage, ob es wirklich noch etwas nutzt, die Umwelt zu schützen, während wir sie gleichzeitig zerstören durch unsere Handeln. Ein wirklich großartiger Song, von einer der wohl begabtesten Musiker*innen unsere Zeit.

27. Selig – Wir werden uns wiedersehen (Sandra)
Nach einer gefühlten Ewigkeit Selig auf der Gartenbühne auf dem Norden Festival wiederzusehen, war weit magischer, als erwartet! Christian Neanders Gitarre ist immer noch eindringlich treibend, Jan Plewka trägt Liebe und Leid immer noch – aber versöhnlich – auf der Zunge. Und wir können noch immer jeden Song mitsingen. Das machen wir nochmal.

28. Lina Mariah – Sawdust (Caro)
Es ist eines der scheinbar ruhigeren Stücke der Newcomerin aus Hamburg. Lina-Mariah ist früh daheim ausgezogen und begann früh Songs zu schreiben, die ihre Wut und Trauer über ihre Welt in Worte fassen. Dabei bewegt sie sich konsequent im lauten Punk- und Rock-Spektrum. Auch Sawdust, nimmt sich des Themas der Selbstaufgabe und der Zerstörung an. Ist der Streichholz abgebrannt,  bleibt nur ein wenig Asche von all der Energie, die da mal war übrig.

29. Rainbirds – Blueprint (Sandra)
Die Rainbirds gehen 2026 nochmal auf Tour. Und das ist gut so. Die einzigartige eindringliche Stimme von Katharina Franck ging vor 40 Jahren direkt in Herz und Seele, die beiden Alben „Blueprint“ und „Call me easy“ stürmten die Charts. Schade dass die Band sich trennte. Schön, dass sie nochmal eine Runde dreht.

30. Olivia Dean – So Easy to Fall in Love (Caro)
Kaum eine Musikerin hat es geschafft, dieses Jahr so zu begeistern wie Olivia Dean. Mich hat sie bereits 2024 gewonnen und mit dem Song „So Easy to Fall in Love” bringt uns Olivia Dean ein Liebeslied für die Ewigkeit.

31. Gorillaz – Feel Good Inc (feat. De La Soul) (Caro)
Ein Song für die Ewigkeit und eine Band, die in 2026 wieder ein neues Album veröffentlicht. Feel Good Inc hat in 2014 viele Musikfans begeistert und tut es noch. Die Kollab mit De La Soul, die auch gerade frisch ein Album veröffentlicht haben, zeigte bereits damals, wie gut HipHop und Indie Rock zusammenpassen. Crossover war damals der Hit und ist es heute noch.

32. Florence + The Machine – Shake it out (Sandra)
Good Bye, 2025! „Shake it out“ ist der passende letzte Song für die Rauhnächte 2025, um die wilden Dämonen dieses Jahres abzuschütteln bevor wir das Licht des neuen Jahres begrüßen. Denn vor der Morgendämmerung ist es immer am dunkelsten. Feiert und tanzt ins neue Jahr! Und macht immer das Beste daraus!

Alle Songs in einer Playlist? 
Ihr wollt all unsere Empfehlungen aus 2025 hintereinander hören? Dann folgt uns auf Qobuz? hier entstehen gerade alle Playlisten von MUSICSPOTS und ihr könnt bereits jetzt reinschauen und hören. Hier gibt es bereits die Forever MUSICSPOTS 2025 Playlist.

Mehr zu unserem Wechsel von Spotify zu Qoboz erfahrt ihr ganzbald auch auf MUSICSPOTS.

MUSICSPOTS ist ein unabhängiges Online-Musikmagazin. Wir investieren viele Stunden, um euch die neuesten Entdeckungen, Trends und zeitlose Klassiker in hoher Qualität vorzustellen. Ihr sucht neue Musik? Wir haben sie für euch. Du willst uns bei unserer Arbeit unterstützen? Dann komm in unsere Community für Musikliebhaber*innen und Musikschaffende und unterstütze uns via Steady.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Fotocredit: Lara Hulo, Selig von Sandra Schink, Betti Kruse von Andreas Seibert-Wussow, LAdy Wray von Benjamin Hüllenkremer