IMG_7169Konzerte sind ja immer etwas ganz Besonderes. Die Möglichkeit neue Bands und Musiker zu erleben sollte man viel öfter nutzen. Gestern beim Mach 3 Festival im Molotow habe ich diese Chance endlich mal wieder genutzt und nicht bereut.

Die Entscheidung die Auftaktveranstaltung des Mach 3 Festivals mit dem Schwerpunkt Elektro-Pop zu besuchen, war eher spontan. Die angekündigten Bands sagten mir so auf Anhieb nichts. Ein wenig Reinhören war dank Web möglich. Vor Ort würde sich entscheiden wie der Abend so sein würde.

Ausverkauft – volles Haus – gute Stimmung

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Der Ringer macht den Auftakt

Während oben in der voll besetzten Sky Bar noch die letzten Zeilen der Lesung von Frank Spilker (Die Sterne) aus seinem Roman Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen verklingen, betritt unten im Club bereits der erste Live Act, Der Ringer die Bühne. Die Jungs sind noch recht jung und im ersten Augenblick ernten sie von mir einen skeptischen Blick. Die Hörproben vorab habe mich nicht überzeugt. Live ist das schon etwas anderes.

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Ira Atari in der Sky Bar

Der treibende Deutsch-Pop/ Rock bringt die Besucher langsam aber sicher in die richtige Stimmung für einen Abend voller Musik. Doch obwohl die Band mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Synthies-Gitarre auf der Bühne musikalisch im Einklang ist und die Jungs ab und zu über sich hinaus
zu wachsen scheinen, gehen die  Texte leider teilweise unter.

 

Elektro-Pop beim Mach 3 Festival

Weiter gehts, hoch in die Sky Bar, in der inzwischen die Bänke für die Massen gewichen sind. Ira Atari hat mit ihrem neuen musikalischen Begleiter, dem Jazz-Schlagzeuger Bernhard Raser die Bühne betreten. Der 80er Elektro-Pop mit viel Synthiesound der beiden macht direkt gute Laune und geht in die Beine. Tanzbar und sofort eingängig. Davon kann ich auf jeden Fall mehr hören. Dieser Auftritt ist definitiv zu kurz und muss nachgeholt werden. Der Song Who Are You von der neuen EP Heroes, wandert zu meiner eigenen Verwunderung direkt in meine Musicspots 2015 Playliste.

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Oscar and the Wolf

Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Oscar and the Wolf aus Brüssel machen auf ihrer Tour einen Zwischenstopp in Hamburg. Das Debütalbum Entity habe ich vorab bereits mehrfach gehört. Der teilweise düstere Klang passt nicht direkt in mein Plattenregal, fasziniert und überzeugt jedoch live. Besonders die Tanzeinlagen mit der Max Colombie seinen Gesang untermalt und das leidenschaftliche Spiel von Gitarrist Jasper Bullynck lassen mich mehr als nur leicht Mitwippen. So lege ich auch die Songs Princes und Bloom (Oh My Baby) in meine immer bunter werdende Playlist für 2015 und merke mir die Band direkt für die ruhigen Tage vor. Tipp für die Berliner: Die Band ist heute Abend (23.01.) im Magnet Club. Vielleicht gibt es ja noch Tickets.

Das Molotow tanzt

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Den Abschluss bilden I Heart Sharks

Den Abschluss des abends machen I Heart Sharks. Das Elektro-Pop Trio spielt schon seit knapp 8 Jahren zusammen. Der Sound ist wieder frischer und die Menge ist inzwischen wirklich in Partylaune. Ansässig in Berlin und Leipzig, haben sich die drei 2007 im Berliner Berghain kennen gelernt. Die Songs des neuen Albums Anthem sind total tanzbar und der Spass am Spiel ist der Band anzusehen. Animiert von der Band geht das Publikum gleich mehrfach in die Hocke und springt anschliessend mit. Die Songs Karaoke und Wait merke ich mir als Laune-Booster vor.

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Ein guter Abend geht zuende

So bringt der Auftritt von I Heart Sharkes den Abend zu einem energiegeladenen schönen Ende. Noch bis einschliesslich Samstag öffnet das Molotwo für weitere regionale, überregionale, große und kleine Künstler mit dem Mach 3 Festival seine Türen.

 

Neben viel neuer Musik habe ich es nun endlich mal ins „neue“ Molotow geschafft. Ja, die Location gibt es nun bereits seit knapp einem halben Jahr, geschafft hinzugehen habe ich es aber nie. Mit drei Bühnen und mehreren Bars, sowie einer Außenterrasse bietet das Molotow eine gute Location mit viel Platz für Konzerte und Veranstaltungen in Hamburg.

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Gitarrist Jasper Bullynck

Ich wünsche mir mehr von diesen spontanen Abenden mit Livemusik, die aus dem Herzen kommt und in Clubs, die noch richtig leben.

Und sollte die Kraft später noch reichen, steht ja heute schon das Hafenklang mit der HH Shuffle Veranstaltung auf meiner Liste. Wann hat man sonst die Gelegenheit gleich 100 DJs in einer Nacht beim Auflegen zuzuhören?

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Also wieder runter vom Sofa und rauf auf die Tanzfläche.

Fotocredits: Die Fotos sind alle im Rahmen des Mach 3 Festivals von Musicspots entstanden.

 

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