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Alma Naidu – junges Jazztalent mit erstem Album

Die junge als hochtalentierte gelobte Jazzmusikerin Alma Naidu präsentiert auf ihrem Debütalbum Alma ihr ganzes Können in Gesang und Komposition. Die Stücke auf dem Longplayer zeigen den gelungenen Wechsel vom Ensemble auf die Solobühne.

Aufgewachsen in einer Musikerfamilie erhielt Alma Naidu  bereits im Alter von fünf Jahren Klavierunterricht. Später kamen Geige und Gitarre hinzu, ebenso klassischer Musical-Gesang. Die in München lebende Musikerin und Komponistin, studiert derzeit Jazzgesang an der Hochschule für Musik und Theater München und wird am 11. Februar ihr Debütalbum auf Leopard Records veröffentlichen.

Alma Naidu erhielt mehrfach Auszeichnungen (u.a. beim Kurt Maas Jazz Award 2021 und Bayerischen Kunstförderpreis in der Kategorie „Musik“) und wird als „Eines der größten Gesangstalente der Republik“ (Süddeutsche Zeitung) betitelt. All dies macht neugierig auf das Debüt einer Musikerin, die bereits auf Musicalbühnen und mit großen Ensembles brilliert hat.

Der Schritt auf die eigene Bühne

Entdeckt, gefördert und produziert vom Jazz- und Funk-Schlagzeuger Wolfgang Haffner ist eine Platte entstanden, die das heraussagende Gesangstalent der Künstlerin zeigt. Die drei bisher veröffentlichten Stücke  lassenerahnen, was dieses erste Album bringen wird. White Tulip hat die Sanftheit und unfassbaren Geschmeidigkeit in der Stimme, die man vielleicht anfangs mit Diana Krall verbinden mag. Zum Ende hin, steigert die Musikerin ihre Intensität aber über alles erdenkliche hinaus, bevor sie wieder sanft endet.

Die zuletzt erschienene Single Illusion lässt uns fast popmusikalische Züge im Album vermuten. Das Stück ist leicht und schwebend, eingehüllt in sanfte Klavierparts mit Schlagwerk. Alma Naidu erzählt ihre Träume und Illusionen über Liebe und Hingabe. Die dritte Single Something ‚bout The Rain erinnert mich persönlich an ein großes Musicalstück. Es könnte eines der hier üblichen Soloparts in einem letzten Akt sein, ist aber mit Alma Naidu´s Gesangstalent wieder sehr authentisch und schlägt den Bogen von ihrer Ausbildung zum Heute.

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Neben der Feinheit und Stimmgewalt überzeugt Alma Naidu auf jeden Fall durch ihre Fähigkeit große Kompositionen zu erschaffen. Ihre Erfahrung in großen Ensembles (u.a. Landesjugendjazzorchester Bayern)  sind immer wieder erkennbar. Das Album wartet daneben mit großartigen Gastmusikern, wie Nils Landgren (Posaune) und Dominic Miller (Gitarre) auf. Mir gefällt die Zusammensetzung der Instrumente in den Stücken sehr. Das Schlagzeug scheint neben dem Klavier durchgehend zu dominieren und die Sängerin durch die Stücke zu begleiten. Es übernimmt oftmals mehr als nur die Rolle eines Rhythmusinstruments, wird fast zu einer zweiten Stimme.

Alma Naidu schafft es  in ihren Stücken das gesamte Volumen ihrer Stimme zu zeigen. Ab und an fehlt mir jedoch eine echte zweite Stimme, die als ein Gegengewicht dient und so dieser unfassbaren Sängerin stützend zur Seite steht. Ich glaube es würde die Lieder so noch lebendiger und vielfältiger machen. Der seicht im Hintergrund angeordnet Backgroundgesang reicht mir hier oft nicht aus. Vorstellbar wäre dies bei dem Stück Walberla gewesen, dass als zweite Stimme mit einem sanften Bass auskommt. Natürlich ist auch dies eine schöne Umsetzung, die so stimming in sich ist, dass uns die Musikerin fast melancholisch zurücklässt.

Alma Naidu auf Tour 2022

Alma ist ein schönes und sanftes Debüt, dass mit stimmgewaltigen Abschnitten die Größe von Alma Naidu zeigt. Eine Musikerin, die man in 2022 auf viele Bühnen erleben kann. Folgende Termine sind derzeit angekündigt.

16.03.2022 Stuttgart, Bix Club

17.03. 2022 Baden-Baden Mr. M´s Jazzclub

18.03.2022 Berlin, A-Train

22.03.2022 Köln, Altes Pfandhaus

23.03.2022 Paris, Sunset Jazz Club

26.03.2022 München, Jazzclub Unterfahrt

27.03.2022 Burghausen, Jazzwoche

28.03.2022 Koblenz, Café Hahn

Tickets und weitere Informationen erhaltet ihr hier.

Mehr über Alma Naidu erfahrt ihr auf ihrer Webseite oder auf Instagram oder Youtube.

Mehr Jazz gewünscht, hört mal in Sanuyé rein.

Fotocredit by by Boris Breuer