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YOUNGTONES – darf´s ein wenig Retro-Pop sein?

Die YOUNGTONES liefern uns mit ihrem gleichnamigen Album eine gute Portion Soul- und Retro-Pop. In wie weit die Combo um Matthew Young und Luke Wade den souligen Groove auch auf ihre neue Platte bannen konnte, lest ihr in unserer Review.

Hinter YOUNGTONES verbergen sich der Produzent Matthew Young und der Songwriter Luke Wade. Auch wenn es ein gemeinsames Projekt ist, so sind die Einflüsse von Lucas Wade in den Kompositionen nicht zu verleugnen. Der Musiker war in den vergangenen Jahren verstärkt für Shows wie The Voice und American Song Contest in den USA im Bereich Casting tätig. Nach Nach einer längeren Pause seiner Solokarriere kam es im Rahmen einer Session  auf dem South by Southwest Music Festival in Austin zu Gründung des Bandprojektes.

Luke Wade scheint in Youngtones scheinbar einen Neustart der eigenen Schaffensphasen zu sehen. So vertritt er das gemeinsame Projekt auch auf der Bühne vertritt. Matthew Young tritt zwar in den Hintergrund, prägt das Projekt aber mit seinen Einflüssen des aktuellen Popsounds.

Youngtones – Studiosession

Die Stücke von Youngtones sind zum Teil auch als anschauliche Onetrack Aufnahmen aus dem 64 Sound in Los Angeles zu hören. Die Veröffentlichung der ersten Songs erfolgt bereits vor einigen Monaten. Nun, passend zum Release folgen mit u.a. Dopamin weitere Einblicke in die Aufnahmen. Die Videos geben einen schönen Blick in das Zusammenspiel der Musiker, die Kamerafahrt fängt die hohe Konzentration, aber auch die Versiertheit der Feinheiten im Spiel  ein.

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Der Sound ist stark vom Soul- und RnB-Sounds der 1960er und 70er beeinflusst. Die Songs klingen alle sehr vertraut. Ab und an, überlegt man, ob es sich vielleicht doch um ein Cover handelt. Das kann aber auch daran liegen, dass die ersten Stück bereits in 2021 erschienen sind und extrem gut ins Ohr gehen. 

Youngtones kommt als Longplayer mit 14 Songs und einer Gesamtlänge von fast 50 Minuten daher. Kaum eines der Stücke überschreitet die magische Länge von 3:23. Die Ausnahme ist Gravity, ein Song mit fließenden Streichern und einem ausschweifendem Ausklang mit Bläsern deutlich nach mehr ruft.

Beim Durchhören merkt man schnell, dass hier Experten am Werk waren. Luke Wade und Matthew Young beweisen in jedem Stück, dass sie wissen, wie sie einen catchy sound kreieren. Die typische eingängige Rhythmus Gruppe  ist bei  Locked ebenso wie auf Loosers  gut zu hören und mit den Einsatz der Backings Vocals der Band, Saxophone, Trompete und Streicher erhalten die Stücke eine persönliche Note. Müsste ich einen Favoriten wählen, so wär es entweder Cold oder Ivy Tower. Besonders in Ivy Tower verleihen die Streicher dem Song noch mal den Anschein des relaxten Yachtrock. 

Entspannung tut gut

Gesamt betrachtet klingt das Album rund und entspannend, Es ist wohl durchdacht produziert, was deutlich zu hören ist. Ich persönlich habe mehr erwartet und bin am Ende aber auch nicht wirklich erstaunt, nicht mehr zu bekommen. Mir fehlt das unerwartet, das Spannende an den Stücken. 

Vielleicht überzeugen mich ja Youngtones live mehr als vom Album. Termine sind für Mai für die USA angekündigt. Mehr erfahrt ihr auf der Bandwebsite, bei Instagram und Youtube.

Fotocredit: Cal & Aly