Town of Saints CelebrateTown of Saints sind zurück. Mit Celebrate kehren die Niederländer wieder zu ihren Wurzeln zurück. Weniger Rock und mehr Folk prägen das dritte Album. Reinhören lohnt sich nicht nur, auch die anstehenden Konzerte sind ein Tipp für Fans.

Celebrate läuft bereits der Veröffentlichung Anfang Oktober bei mir in Dauerschleife. Nach No Place Like This (2016) sind die teilweise ruhiger und düsteren Songs anfangs gewöhnungsbedürftig. Eine Premiere hatte Up in Smoke für mich bereits beim Tour of Tours Konzert im März. Ein Song, der die Vorfreude auf das neue Album steigerte und die Erwartungen erfüllte. Im Interview vor dem Konzert damals erzählten die beiden bereits, dass das Album ganz anders wird und das ist es auch.

Town of Saints mit neuem Sound

Ich mag das Album sehr. Es lässt einen an grauen Tagen grübeln und düsteren Gedanken nachhängen. Dann reißt es einen plötzliche wieder in das Hier und Jetzt zurück. Hört euch mal ganz laut Requiem For The Living an, dann wisst ihr was ich meine. Sanfte Folk-Töne liessen of Saints bereits mit Direction auf ihrem Debüt Something to Fight With (2013) anklingen. Auf Celebrate ist der Sound noch noch ausgefeilter. Heta Salkolahti spielt ihre Geige so wunderschön passend zu den einzelnen Stücken. Mal zögernd, mal fordernd, mal wehleidig. Beeindruckend finde ich besonders das Tempo in Oscillate.

Von düster bis tänzerisch

Die dunkle warme Stimme von Harmen Ridderbos lässt jeden Song wieder den vertrauten Town of Saints Klang genießen und auch der düsterste Text erscheint weniger furchteinflössend. Ich höre Rise Up gerne rein. Leicht und locker fliesst der Song dahin und verbreitet gute Stimmung. Wunderschön sanft und ein wenig traurig erklingen die beiden im Duo in Elegy (The Last Dance). Einen schönen sanften Abschluss findet Celebrate mit Ode To The New World. Einem Song, der wie ein Liebeslied anfängt und dann plötzlich zum gemeinsamen Tanz aufruft. Ich denke neben allen Grübeleien, die die beiden Musiker in ihren Songs gepackt haben, lässt dieser Song doch den besten Ausblick auf die Partystimmung der startenden Tour werfen. Denn eine große fröhliche Party wird die anstehenden Tour von Town of Saints auf jeden Fall werden.

Die Unsicherheit unsere Zeit in der Musik zum Ausdruck bringen, scheint aktuell ein großes Bedürfnis vieler Musiker zu sein. Harmon Ridderbos, sagt aber selber, dass Celebrate kein Endzeit-Szenario darstellen soll. Es zeigt eher unsere Reaktion auf all dies. „How will we behave when the ‚end of the world‘ is suddenly imminent? „Celebrate“ is not about the end of the world itself, but about human behaviour around the apocalypse. At the same time, it stands for leaving behind a chaotic, unpredictable time.” (Harmon Ridderbos)

Ich finde der neue Sound passt sehr gut zu Town of Saints. Mehr Folk, weniger Pop, nachdenkliche Texte mit Humor und immer die Bereitschaft die Fans zum Tanzen aufzufordern. Die anstehende Tour, ist somit ein Tipp, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Denn ausgelassen feiern können Town of Saints mit ihren Fans.

Town of Saints Deutschlandtermine 2018

19.10.18 Wuppertal – Utopiastadt
22.10.18 Langenberg – KGB
23.10.18 Bremen – Tower
28.10.18 Bielefeld – Falkendom
29.10.18 Hamburg – Häkken
30.10.18 Berlin – Privatlclub
31.10.18 Nürnberg – Club Stereo
02.11.18 Dachau – Dachauer Kulturschranne

Einstimmen auf die Konzerte könnt ihr euch mit dem Video Up in Smoke.

 

Mehr von Town of Saints findet ihr in der Musicspots Albumvorstellung zu No Place Like This , auf der Town of Saints Webseite, der Facebook-Fanepage, bei YouTube und Instagram.

Celebrate ist am 05.10.18 bei snowstar records / Caroline Benelux erschienen und überall erhältlich.

Fotocredit: Town of Saints by Florian von Besser.

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