Das Soundlab aus dem Hause Spiegel: eine neue Idee, die unabhängigen KünstlerInnen noch bessere Möglichkeiten zur schnellen Bekanntheit bieten soll. Auch Musikliebhaber bekommen abseits des eigenen Algorithmus neue Talente vorgestellt. MUSICSPOTS hat direkt die Chance genutzt hinter die Kulissen der jungen neuen Plattform zu schauen.

Musik spielerisch entdecken

Videocontests, eine Jury aus Branchenprofis und jede Menge News aus der Musikszene. Das ist das Soundlab auf den ersten Blick. Doch was verbirgt sich dahinter? Während im Hintergrund noch die Testphasen liefen, gab es vor ein paar Tagen ein Treffen mit dem Team in der SPIEGEL Cafeteria. Björn, der für die Redaktion zuständig ist, hat anschließend alle meine neugierigen Fragen präzise beantwortet.

Soundlab – die Bühne für Newcomer. Was genau verbirgt sich dahinter?
Der Kern von Soundlab ist ein fortlaufender Online-Musikwettbewerb, in dem in verschiedenen Genres immer je zwei MusikerInnen oder Bands mit eigenen Songs gegeneinander antreten. Die TeilnehmerInnen werden dabei von einer professionellen Jury ausgewählt – unter anderem von Anja Caspary, der Musikchefin von radio eins, Andreas Borcholte von SPIEGEL ONLINE und in jeder Runde auch von einem Künstler oder einer Künstlerin. Im ersten Durchlauf ist das Ace Tee.

Es geht darum, so Björn, Newcomern mit dem Projekt einen neuen Weg zu bieten an Aufmerksamkeit zu kommen. Gerade wenn man noch kein Label mit PR- und Marketingabteilung im Rücken hat und sich keine Playlist-Platzierungen kaufen kann, ist es schwer, überhaupt gehört zu werden. „Wir haben“, ergänzt er, „teilweise großartige Einsendungen bekommen, die bisher nicht einmal fünfhundert Klicks auf YouTube haben.“

Die Idee eine online Plattform mit einem Videocontest aufzusetzen, ist natürlich nicht neu. Ich persönlich, bin eigentlich kein Fan von Musikvideos. Ich liebe Audio, geh gern auf Konzerte und lasse die Musik alleine für sich wirken. Das bewegte Bild kann jedoch auch die Message des Songs untermalen. Ich bin gespannt, welche neuen Sounds es zu entdecken gibt.

Soundlab by SPIEGEL credits soundlab

Wer kann dabei sein und wie nimmt man teil?
MusikerInnen können einfach ein bestehendes Video nehmen und es uns über das Formular schicken. Wichtig ist dabei, dass sie noch alle Rechte an ihrer Musik haben und nicht bereits vertraglich gebunden sind. Mit etwas Glück wählt unsere Jury sie dann aus. Musikfans hingegen können natürlich einfach abstimmen und so alle 14 Tage neue, unbekannte und kuratierte Musik entdecken. Wer Lust hat, auch einmal an dem Auswahlprozess teilzunehmen, kann sich darüber hinaus auch als Gastjuror für einen Durchgang bewerben und selbst seine Favoriten ins Rennen schicken.

Das Soundlab – per Video zum Hit

Damals bei der Recherche über Phil Siemers im Frühjahr bin ich das erste Mal auf kleine Social Media Schnipsel aus dem Soundlab gestossen. Und wie ich höre, war auch das Soundlab Team begeistert. Damals war man noch in der Testphase, nun soll es richtig losgehen.

Was genau kann man bei den Videocontests gewinnen?
Einerseits glauben wir, dass wir durch unser großes Medienhaus im Rücken den Teilnehmern eine große und hoffentlich nachhaltige Aufmerksamkeit bringen. Darüber hinaus bekommen unsere Soundlab-Gewinner die Chance auf einen exklusiven und gefilmten Auftritt im SPIEGEL-Haus.

Wann geht es genau los mit dem Soundlab?
Ab dem 3. September startet der erste Durchlauf unseres Wettbewerbs – und von da an soll er alle 14 Tage von Neuem beginnen.

Da ist sie wieder die Frage, ob hier echte Newcomer entdeckt werden können. Es soll ja möglich sein, abseits der eigenen Filterblase und des ewig selben Algorithmus neue Musik zu entdecken.

Hast du während deiner Mitarbeit beim Soundlab neue Musik für dich entdeckt? Welche KünstlerInnen und Band muss man hören?
Einige, ja. Tatsächlich habe ich ein paar Favoriten unter den Teilnehmern der aktuellen Runde – da jetzt aber Namen zu nennen, wäre im laufenden Wettbewerb doch etwas unfair. Deswegen leg ich euch erstmal Phil Siemers, einen der Gewinner unseres Probedurchgangs, ans Herz. Mittlerweile ist er aber schon fast kein richtiger Geheimtipp mehr. Ebenso begeistert hat mich auch Lea Meller, die schon in mehreren Promovideos mit uns zusammengearbeitet hat. Eine großartige Stimme – ich hoffe, dass sie sich bald mal ins Studio stellt und ihre Songs aufnimmt.

Das ist mal eine echte Empfehlung. Lea Meller habe ich mir natürlich direkt angeschaut. Sie ist Singer-Songwriterin aus Hamburg. Auf den Facebook Videos hört es sich nach einer guten Stimme an. Ich bin gespannt, was man noch von ihr hören wird.

Gespannt bin ich auch, was beim ersten Contest herauskommt. wer wird gewinnen? Von wem werden wir noch viel hören? Schaut mal rein. Welches sind eure Soundlab Favoriten und was haltet ihr von der neuen Musikbusiness Idee aus dem Hause SPIEGEL.
Folgen könnt ihr dem geschehen rund um das Soundlab auch über Instagram und Facebook.


Ich werde die neue Idee auf jeden Fall weiter beobachten, denn wer MUSICSPOTS aufmerksam verfolgt, der weiß wer hier im Soundlab vielleicht auch einmal vorgestellt werden könnte? Oder habt ihr ihr in den vergangene Tagen nicht aufgepasst und braucht noch einen kleinen Tipp?

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