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Sandra Gambino – „If Only You“: Viel Pathos, wenig Substanz

Nach längerer Pause meldet sich Sandra Gambino mit einem sehr persönlichen Song zurück. „If Only You“ ist eine Rückkehr nach einer schweren Zeiten. Wir haben in den Song reingehört und müssen leider sagen: Die emotionale Tiefe, die der Song transportieren möchte, kommt leider in der musikalischen Umsetzung bei uns kaum an. Warum dies so ist, könnt ihr hier nachlesen. 

Produziert wurde „If Only You“ unter anderem von Jens Gad, der als Co-Produzent bei Enigma mitgewirkt hat. Genau das wird in der Kommunikation rund um den Song mehrfach hervorgehoben – und ehrlich gesagt: Ich habe lange gesucht, aber diesen Sound nicht gefunden. Die Beats sind unruhig, die Bässe nervös und statt sphärischer Tiefe bleibt ein eher glatter Pop-Teppich mit viel Bass und wenig Überraschung.

Der Gesang bleibt hauchzart flüsternd – vermutlich, um Verletzlichkeit zu zeigen – wirkt dabei aber eher kraftlos als zerbrechlich. Der Text will tiefgründig, vielleicht sogar spirituell klingen, bleibt dabei aber diffus und generisch. Emotionale Ehrlichkeit ja – aber ohne echte Kante oder erkennbare Linie.

Klar, in den YouTube-Kommentaren überschlagen sich einige vor Begeisterung. Wer die Künstlerin persönlich lange begleitet hat, findet hier sicher einen Moment der Rückkehr. Wer auf einen musikalischen Aha-Moment gehofft hat – gerade bei diesen Produzenten – wird eher enttäuscht.

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Vielleicht ist „If Only You“ einfach ein vorsichtiges Wiederauftauchen nach einer schwierigen Zeit. Und das darf es auch sein. Aber ein Song, der klanglich an Enigma erinnern möchte, muss mehr sein als Name-Dropping und gehauchte Strophe

Fotocredit: Sandra Gambino