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Puder – Aha. Ok. Let’s Surf The Planet. – Eine akustische Weltreise

Puder ist mit ihrer Session Tapes Serie eine regelmäßige Empfehlung auf MUSICSPOTS. Das neue Album Aha. Ok. Let’s Surf The Planet. Ist auch für langjährige Fans der Hamburger Musikerin etwas Besonderes. Auf was wir uns  beim Release-Konzert am 31. Mail in der Hamburger Hebebühne freuen können, verrät die Musikerin hier. 

Lasst euch entführen in die Welt der Catharina Boutari aka Puder. Das Album ist im Ganzen zu genießen, denn es birgt ungeahnte Spannungsmomente durch feine Kompositionen und mehrstimmige Gesänge. Erneut scheint sich die Musikerin gewandelt zu haben. Ist dies nicht normal, fragt ihr? Ja, das denke ich auch. Doch bei der Betrachtung der Veröffentlichungen von Puder fällt immer wieder auf: Es gibt weder  Stillstand noch die Reproduktion vergangener Stücke. Keine Remixe, oder wiederaufgelegte Features werdet ihr bekommen. Es sind alles Stücke, die für dieses Album entstanden sind.

Mit Aha. Ok. Let’s Surf The Planet. geht Catharina Boutari aka Puder in die inzwischen siebte Runde ihrer Puder Session Tapes. Die Veröffentlichung auf dem ihr eigenen Label Pussy Empire Recordings ist wieder ein Ergebnis aus der engen Zusammenarbeit mit internationalen Musiker*innen. Gefunden haben sie sich Eliën, Jorge da Roche und St. James Park im Rahmen einer Artist Residency. Es scheint, als habe sich hier eine feste Band gebildet. Ein Zusammenschluss von Musiker*innen, die auch über diese Produktion hinaus zusammenarbeiten. Nachgefragt, erzählt Catharina Boutari: „Leider nein, aber das war auch nie der Plan. Wir haben uns vor 2 Jahren kennengelernt und sind seitdem befreundet. Eigentlich arbeiten wir wie ein Kollektiv (mit noch 5 weiteren Musiker*innen) zusammen, das Projekte einzelner Mitglieder unterstützt. ‚Aha. Ok. Let’s Surf The Planet‘ ist das aktuellste Projekt. Gerade produziert Jorge zusammen mit Eliën deren Album und vielleicht habe ich darauf ein kleines Gastspiel. Mal sehen, welche tolle Musik noch in der Zukunft entsteht.“

Ein besonderes Sounderlebnis

Wer das am 22. März erschienene Album abspielt, merkt schnell, hier lohnt es sich genau hinzuhören. Neben Songs, die durch ihre Komplexität im Klang überzeugen und tiefgehende Texte mitbringen, hat sich die Musikerin etwas Besonderes einfallen lassen. Die Stücke werden durch sogenannte Soundscapes verbunden. Diese kleinen feinen Soundschnipsel nehmen die aufmerksamen Hörer*innen an unbekannte Orte mit. Sie zwingen uns fast, dieses Album nicht nebenbei zu hören. Mal hat man das Gefühl, in einem  Restaurant zu sitzen, mal auf einer belebten Straße und mal beim Konzert im Publikum zu stehen. Wie kam es zu der Idee, diese Sound Fragmente in das Album aufzunehmen?

„Ausgangspunkt war ein ganz technischer“, so Puder. Die Streamingdienste akzeptieren kein Album, was nicht mindestens 7 Songs oder 30 Minuten Spielzeit hat. Wir haben in der Session 5 lange Songs geschafft. Ich wollte aber unbedingt ein Album veröffentlichen und es passte auch nicht, 2 Sessions in ein Album zu packen, wie ich es früher gemacht habe. Also habe ich mich daran erinnert, dass ich es ganz toll fände, wenn der musikalische Fluss nicht unterbrochen würde und habe mir Übergangsmusiken überlegt, die ich aus Whatsapp Schnipseln, Soundfragmenten der Songs, Fieldrecordings und Ausschnitten aus der Liveaufnahme zusammengebaut habe. Ich nenne die Soundscapes ‚Ohrenkino‘.“

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Wohin nehmen uns die Sounds mit? „Sie nehmen dich mit auf die Reise. Vom originalen Anfang der Liveaufnahme, bis zu deren Ende. Und dazwischen liegen eine ganze Welt und ein ganzes Universum“, erzählt Puder weiter über ihre Produktion. „Es fängt auf dem Future Echoes Festival in Schweden an, wenn der Toning ’Tapes running’ ruft. Startet dann auf meinem roten Sofa in Hamburg zieht weiter in die Welt der Träume und Ängste. Um direkt danach alle Sorgen zu zerschmettern und als kleine Teilchen in den Weltraum zu schicken. Vom Outer Space geht es über einen Busbahnhof in Bogota wieder auf einen Bustrip nach Hamburg und anschließend ins australische Outback und weiter in die weite Natur und zurück zum Future Echoes. Ein ganz schön wilder Trip. Aber das Motto des Albums ist ja auch: Let’s Surf The Planet.“

Ich schätze die Art, wie Catharina Boutari ihre Musik zu ihren Fans bringt. Sie bewegt sich weit ab der Norm und schafft es genau hierdurch, Songs spannender zu komponieren, als es heute oft der Fall ist. Dabei lässt sie dennoch die aktuellen notwendigen Spielregeln der Musikbranche nicht außer Acht. Phone Calls ist eines dieser Stücke. Länger als gewöhnlich, aber mit einem eingängigem Refrain. Es handelt von diesen Anrufen, die man eigentlich schon lange nicht mehr tätigen will und es dennoch tut. Vorzugsweise aus dem Moment heraus, in der Öffentlichkeit – hier auf der Rückbank eines Busses. Der Refrain, „I Don´t wanna do this shit no more” sollte uns allen dabei im Kopf bleiben. Vielleicht legen wir das nächste Mal einfach auf, geniessen den Augenblick und verändert unser Leben zu einem besseren. 

Mit On My Sofa nimmt uns Puder mit in ihr Zuhause. Wir erhaschen einen Blick auf ihr rotes Sofa, auf dem eine befreundete Person Trost findet und Zeit nachzudenken. Hier ist alles möglich. Hier kann man sich fallen lassen. Ein Zuhause, wenn man keines hat, so heißt es im Text. Das Stück ist wieder geprägt von feingliedrigen Klängen. Synthies, Chöre und Echos spielen eine große Rolle. Ein Stück, dass ich jedem ans Herz legen möchte. 

Wer auf Klangvielfalt steht und sich gern mal selbst in Musik verliert, der ist bei Particles richtig. Particles ist der Moment, wenn deine Füße den Boden verlassen und du, ganz langsam, immer höher steigst, so die Musikerin. Alle Sorgen, Hindernisse, Unklarheiten werden immer kleiner. Sie zerspringen in 1000 Partikel, schweben an dir vorbei ins All – und du fliegst, völlig frei.Ende April ist das Stück auch als Video erschienen und zeigt erneut den hohen Grad an Kreativität, die sich in der Umsetzung von Musik bis hin zu den begleitenden Videos zieht. Es wurde wieder von der französischen Videokünstlerin Oriane Rondeau produziert. Sie hat bereits Elephants and Monsters umgestetzt. 

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Sollte ich einen Favoriten auf dem Album benennen, so wäre dies wohl neben Phone Calls, auf jeden Fall Howl. Die erstes Single des Albums haben wir hier bereits vorgestellt. Ein Stück, dass ich immer wieder gern höre und auf das ich mich besonders live freue. Nachdem das Album beim Future Echoes Showcase Festival 2023 in Schweden live aufgenommen wurde und bereits auch hier 2024  live performt wurde, präsentiert Puder ihre neuen Stücke nun hier ihren Fans.  Am 31.05.2024 können Fans in und um Hamburg endlich das großartige siebte Session Tapes Album Aha. Ok. Let’s Surf The Planet. in der Hebebühne erleben. 

Gemeinsam mit MUSICSPOTS zum Puder Konzert

Wir nehmen euch mit. In unsere Steady Supporter *innen Kasse liegen 2 Tickets für euch. Wir verlosen sie unter allen, die uns bis zum 20. Mai 2024 eine Mail schreiben mit dem Betreff: “Puder Konzert Hamburg” schicken. Ihr wollt euch auch hier nicht auf die Losfee verlassen, dann greift euch eines der “Bring a Friend Tickets” mit dem ihr zwei zahlt und zu dritt einen tollen Abend verbringen könnt.

Der Ticketvorverkauf läuft. Holt euch jetzt euer Ticket und unterstützt mit dem Vorverkauf die Musikerin. Denn es ist nicht so, dass Musiker*innen vom Club eine Gage bekommen, sondern der Club (und die ganze Produktion) Geld von den Musikern. Somit ist es noch wichtiger Tickets zu kaufen und Musikschaffende zu unterstützen.

Wie schon seit der ersten Produktion der Puder Session Tapes, wird auch dieses Album wieder von einer Dokumentation begleitet. Meine Empfehlung: Nehmt euch die Zeit und geht mit Puder und ihren Mit-Musiker*innen auf diese akustische Weltreise und lasst euch hinter die Kulissen einer wirklich besonderen Musikproduktion nehmen.

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Mehr Infos über Puder erfahrt ihr auf Instagram, YouTube oder Bandcamp.

Fotocredit by Inga Seevers

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