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OY erinnert an George Floyd und Ziele der BLM Bewegung

Am 24.05.2022 veröffentlichte das Duo OY ihre Single One on the Row – BLM und solidarisiert sich darin mit den Zielen der internationalen Black Lives Matter Bewegung. Das Duo spricht darin nicht nur über Rassismus und wie dieser strukturell verankert ist, sondern zeigt eine Geste der Selbstermächtigung und der Freiheit.

Der Tag der Veröffentlichung wurde von dem Duo nicht zufällig gewählt, sondern bewusst unmittelbar vor den Todestag von George Floyd gelegt, welcher am 25.05.2020 von Polizisten in den USA ermordet wurde. Damit solidarisiert sich OY mit der internationalen Black Lives Matter Bewegung und stellt gleichzeitig eine Geste der Selbstermächtigung und der Befreiung von Fremdzuschreibungen dar. 

Black Lives Matter – internationale Solidarität

Black Lives Matter (BLM) ist eine Bewegung die sich gegen Gewalt gegen Schwarze beziehungsweise People of Color einsetzt und auf Probleme wie Rassismus, Racial Profiling und Polizeigewalt aufmerksam macht. Gegründet wurde BLM 2013 in den USA und erlangte 2015 nationale Aufmerksamkeit, als sich der Hashtag #BlackLivesMatter in den sozialen Netzwerken verbreitete. Nachdem der Afroamerikaner George Floyd am 25. Mai 2020 bei einer gewaltsamen Festnahme von den agierenden Polizisten getötet wurde, kam es erneut zu Demonstrationen. Weltweit bekundeten Menschen ihre Anteilnahme, solidarisierten sich mit den BLM Prinzipien und demonstrierten gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Energetisch und ermutigend

One on the Row weckt in den Zuhörer:innen mehrere Emotionen: So wirkt der Song zum einen energetisch und fordernd. Er ist aber dennoch gleichzeitig leicht und melancholisch. Es handelt sich um ein Stück, das wirklich gehört werden will und sollte und nicht als leichte Unterhaltungsmusik dient. Die eindringlichen Bässe fesseln die Hörer:innen und lösen ein Gefühl der Melancholie, aber auch der Ermutigung aus. Dies wird durch den Text noch,mal verstärkt. Zuhörer:innen werden zum Nachdenken anregt und mit schweren Themen wie Rassismus und Unterdrückung direkt und unmittelbar konfrontiert. Der Alternative Hip-Hop Track verknüpft in dreieinhalb Minuten kontrastreiche Emotionen mit verschiedenen Musikstilen und Spoken-Word-Einlagen. 

OY erinnert mit diesem Song auch zwei Jahre nach dem gewaltsamen Mord an George Floyd nicht nur an ihn Selbst und an die BLM Bewegung. Vielmehr rufen sie dazu auf, sich immer vor Augen zu halten, dass Rassismus noch immer präsent ist. Auch wenn die internationale Aufmerksamkeit von Black Lives Matter derzeit abgenommen hat und sich weitaus weniger Beiträge unter dem Hashtag in den Sozialen Netzwerken finden lassen, sind Themen wie Racial Profiling und Polizeigewalt auch zwei Jahre später präsent.

Genau deswegen ist dieser Song so wichtig. Er erinnert seine Zuhörer:innen daran, dass noch immer keine Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft herrscht, People of Color tagtäglich mit Rassismus konfrontiert werden und wir lautstark gegen diese Ungerechtigkeiten vorgehen sollten.

OY - One on the Row - BLM (Live Performance)

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DOBBY mit Beitrag zu BLM

Musiker die bereits 2020 ihre Gedanken zu George Floyd und der Black Lives Matter Bewegung verarbeiteten sind u.a der australische HipHop Musiker DOBBY. Im Track I Can’t Breathe (feat. Barkaa) fordert er Unterstützung für die 438 Familien der Opfer, die seit der Einführung der Königlichen Kommission für indigene Todesfälle in Australien im Jahr 1991 in Polizeigewahrsam gestorben sind. 

Dobby_by_Luke Currie-Richardson

Diese eindrucksvolle HipHop-Hymne verdient es nicht nur gehört, sondern auch gesehen zu werden. Hier findet ihr das Video auf YouTube und hier den passenden Artikel von uns.

Dank mutigen Musikern wie OY und DOBBY werden wir immer wieder mit diesen Problematiken konfrontiert und gelehrt was Solidarität bedeutet. Wir sollten uns Alle mit Rassismus auseinandersetzen und lernen was wir tun können, um eine Gesellschaft zu schaffen, in der es nie wieder dazu kommt, dass ein weißer Polizist neun Minuten und 29 Sekunden mit vollem Körpergewicht auf dem Hals eines schwarzen Mannes kniet und diesen damit tötet

Unsere Anteilnahme gilt Allen die in der Vergangenheit, die Opfer von Rassismus, Racial Profiling oder Polizeigewalt geworden sind.