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Luisa Babarro – ‚Flüchtige Liebende‘ betörend schön

Eigentlich wäre aus Luisa Babarro eine klassische Cellistin geworden. Doch dank der Zusammenarbeit mit Phillip Poisel kommen wir auch in den Genuss ihrer Stimme. Auf ihrer neuen EP Flüchtige Liebende begeistert sie erneuet mit deutschsprachigem Pop und einer besonders schönen Klangfarbe in der Stimme.

Luisa Babarro bringt Cello und Gesang in perfekter Symbiose zusammen. Passender Weise hieß ihr 2019 erschienenes Debütalbum Ich bin eine Andere. Die Songwriterin agierte im Popbereich bereits am Cello für Größen wie Herbert Grönemeyer und Bands wie Hundreds und Get Well Soon.  In einer nahezu perfekten Konstellation engagierten Alin Coen und Alexa Feser sie als Support. Diese Künstlerinnen passen einfach zueinander.

Gänsehautmomente durch Cello und Stimme

Zwei Jahre nach ihrem Debüt hat die Luisa Babarro nun an einem neuen Werk getüftelt. Hinter ihrer EP steckt eine kleine Story, zu der ich später mehr erzähle. Man könnte denken, dass es sich nur um vier kurzweilige Songs handelt, doch hier verbirgt sich ein regelrechtes musikalisches Kleinod. Kein Schimmer, wie Luisa Babarro es anstellt, aber auf ihrer EP Flüchtige Liebende hat sie einen Gänsehautmoment nach dem anderen erschaffen. Völlig unbeschwert hat es die Musikerin bewerkstelligt, dass tiefgründige Texte und eine betörend angenehme Stimme miteinander verschmelzen.

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Die EP beginnt mit dem Titel Meine Karten. Dies ist einer Nummer, die leicht schummrig daherkommt. Luisa Babarro setzt hier gekonnt Redewendungen im wahrsten Sinne spielerisch um. Die Frage nach einer Affäre oder beginnenden Liebe stehen im Raum: „Wenn du spielst, wann ist es zu Ende“. Im Lied kommt ihr Cellospiel hervorragend zur Geltung.

Mit dem folgenden Song Die Glut katapultiert die Musikerin ihre Hörer*innen in eine Gefühlswelt ohne Entrinnen. Die Leidenschaft, die Hitze, ja Die Glut ist wahrlich greifbar. Untermalt mit sanften Klavierklängen erzeugt die Nummer eine Atmosphäre, als wäre man selbst mitten in der Geschichte des Songs.

Genau dies ist die Thematik der EP: Ein schnelles und aufloderndes Feuer der Leidenschaft! Für mich ist das Stück Die Glut definitiv einer der Songs des Jahres!

Es folgt der Titelsong Flüchtige Liebende. Schlagartig geht die Musik erneut tief unter die Haut. Bereits wenn Luisa Babarro die ersten Zeilen dieses Liedes singt. Der Song bringt das Gefühl mit, dass ein kribbelnder Schauer zu spüren ist. Sie singt von zwei Personen, die heiß und innig miteinander sind und doch ist diese Nähe nicht von Dauer. Flüchtig bedeutet halt kurzweilig, aber höchst intensiv.

Doch Luisa Babarro macht ihrem Publikum hier keine Hoffnung auf ein Happy End. Eine Liebe, die sich in sich selbst aufgelöst hat, singt die Künstlerin hier. Zum Ende fragt sie mit der Zeile “Was du in meiner Welt wolltest?“, was richtig wäre. Ist es das, was sich gut anfühlt?  Und ob man dann auch in die Welt des anderen eingetaucht ist. Mir persönlich ist dieses Stück ist teilweise zu elektronisch und verlässt dadurch die gefällige Schiene der drei vorherigen Songs.

Mein Resümee für Flüchtige Liebende lautet: Eine EP, die ein wahrer Seelenstreichler mit wundervollen Texten ist. Eine echte Empfehlung für Freunde der sanften Popmusik.

Flüchtige Liebende ist am 11.06.2021 als digitaler Release erschien und kann u.a. auf Spotify gehört werden.

Weitere Infos über Luisa Babarro auf ihrer Homepage, bei Facebook, Instagram oder Youtube.

Fotocredits: by Jordann Wood

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