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Ausblick Reeperbahn Festival 2025: 34 + 6 Tipps

Das Reeperbahn Festival steht an: Plötzlich hat man über 100 Künstler*innen auf der Liste, von allen Seiten treffen Einladungen zu Receptions ein und die Anfragen für Interviews häufen sich. Die Auswahl fällt schwer. Erst klingt alles neu, dann alles gleich. Gibt es DEN einen heißen Tipp, den wir unbedingt live erleben müssen? Was ist mit Themen wie KI, Gleichberechtigung und fairer Entlohnung? Wir haben einen Blick in das Programm der 20sten Ausgabe des Reeperbahn Festivals und der Konferenz geworfen und euch 40 Tipps zusammengestellt.

Über sich hinaus gewachsen

Vom 17. bis zum 20. September 2025 werden die zahlreichen Spielstätten in Hamburg St. Pauli wieder von Musikfans, aber vor allem Menschen aus dem Musikbusiness besucht. Hier treffen sich Musiker*innen, Mitarbeitende von Labeln und Agenturen. Booker und Veranstaltende. Es geht um neueste Trends und zahlreiche Konzerte werden in kürzester Zeit besucht, um den Tipp von morgen schon heute live zu erleben. Vertreter*innen von Verbänden, wie der Gema,  VUT oder Rockcity Hamburg sind ebenso vor Ort, wie Repräsentant*innen großer Unternehmen, die das Festival finanziell unterstützen oder aktiv am Programm beteiligt sind. Wer sich immer gefragt hat, was der Sound-Equipment Hersteller Marshall und die Beauty Marke Schwarzkopf aus dem Hause Henkel gemeinsam haben: Hier gibt es in diesem Jahr die Antwort.

Das Festival, das 2005 als Showcase Festival mit kleinen Liveslots neuer Künstler*innen und Clubs gestartet ist, gehört mit einer dreitägigen Konferenz und zahlreichen Partner-Veranstaltungen nach 20 Jahren zu einer der international am meisten beachteten Großveranstaltungen der Branche. Schauen wir auf die Zahlen, so werden 45.000 Besucher*innen erwartet, darunter bis zu 6.000 Fachbesucher*innen aus über 40 Nationen. Das Programm beinhaltet rund 800 Einzelveranstaltungen in etwa 70 Spielstätten. Clubs, Theater und kleine Bars werden zum Treffpunkt rund um Musik und das Business. Damit wird Hamburg als Austragungsort wieder von Menschen geflutet und neben der Hotellerie wird hoffentlich auch die leidende Gastronomie vom Festival profitieren. Finanziell unterstützt von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Freien und Hansestadt Hamburg, ist es ein Event mit Strahlkraft weit über die Tore Hamburgs hinaus.

Bevor wir nun aber zu lange die Eckdaten betrachten und uns in Definitionen von Größen verlieren, blicken wir gezielt in das Programm und geben euch unsere Tipps mit. Wir sind dieses Jahr zu zweit unterwegs. Andreas hat dieses Jahr den kritischen Blick auf Vielfalt und sucht wie immer nach neuen Tönen und punktgenauen Aussagen in Texten. Für Caro ist nach wie vor Gleichberechtigung auf, vor und hinter den Bühnen bei diesem Festival wichtig. Neben den neuesten Acts geht es ihr auch um gute Performance beim Konzert und um News zu Tech & KI. Wir werden wieder unsere gewohnten Pfade verlassen und uns zu anderen Musikrichtungen und Musiker*innen bewegen. Wir hoffen, dass der angekündigte neue HipHop ebenso vielversprechend ist, wie die Musik, die Bands aus ihren Ländern mitbringen. Wie in den vergangenen Jahren werden ihr uns auf Rockkonzerten ebenso sehen, wie beim Techno-DJ Set oder dem chilligen Jazz Gig.

Unsere 34 Musiktipps

Guter deutschsprachiger Pop

  • Nitzsch: Es ist okay, singt der ehemalige Songwriter von Franz Ferdinand und wir nicken zustimmend mit dem Kopf. Mit seinem österreichischen Dialekt klingen seine Songs immer gemütlich, unterlegt mit fließenden Beats gleiten wir durch den Abend.  Samstag 21.40 Nochtwache
  • Emma Rose schafft es, die wichtigen Dinge beim Namen zu nennen. Mit den Zeilen “Das Beste in mir bist immer noch du” hält sie toxischer Männlichkeit einen gut geputzten Spiegel vor. Freitag 22 Uhr Sommersalon 
  • Fliegende Haie bringen ihre bitter ernsten Texte mit hartem Techno auf die Bühne. Sie bewegen sich zwischen Partypop und Rave. Ist das Leben wirklich so hart? Wir hören zu und sagen ja. Mittwoch, 18:30 Uhr Spielbude XL

Rock & Punk mit Sinn und Verstand

  • Mary Middlefield überzeugt mit ihrer Stimme, die mal schmeichelnd und mal direkt und fordernd klingt. Hinzu kommen harte Gitarren und ein treibendes Schlagzeug. Hört rein und begrüßt die neue Generation Rockmusik. Freitag 19:35 Spielbude XL
  • Laura Lee & The Jettes Die ehemalige Sängerin der Band Gurr ist zurück und knüpft da an, wo sie aufgehört hat. Im Hier und Jetzt. Wir stoppen kurz die Zeit, die Musik fließt nahtlos weiter. Samstag, 21:30 Uhr Betty (Headcrash)
  • Gut Health lädt zum Tanzen und Zuhören ein. Gern auch beides zusammen. Sängerin Athina Uh-Oh und Bassist Adam Markmann haben in Australien bereits eine starke Fanbase gesammelt. Schließt euch an. Mehrere Auftritte u.a. Freitag 17 Uhr Molotow
  • Twin Tribes lassen uns an die 90er Jahre zurückdenken, wo es nicht angesagt war, sich auf der Tanzfläche zu bewegen. Zwei Schritte vor, zwei zurück. Fühlt ihr es auch? Freitag 18:00 Uhr Bahnhof Pauli

Traurige Männerstimmen

  • Drückeberger singt von Herz- und Weltschmerz. Seine Musik öffnet den Blick in seine Gefühlswelt. Wer traurig ist, wird hier mit einer warmen Umarmung zwischen Shoegaze, Punk und Pop empfangen.
    Freitag 21:45 Baalsaal
  • Nomuel Wenn die fünfköpfige Band davon singt, dass Laura weg ist, möchte man allen Anwesenden eine Packung Taschentücher reichen. Dass auch andere Mütter nette Töchter haben, hilft hier auf keinen Fall. Mehrere Termine u.a Mittwoch 18:45 Reeperbus 
  • Maxim Vaga bringt dieses Jahr den mit viel Blues durchzogenen Soul auf die Reeperbahn. Mit einer Stimme, die tief in uns geht, erzählt er Geschichten, wie Filme. Anspieltipp: Don’t Let Her Go, ein Stück, das uns wieder an die wahre Liebe glauben lässt. Donnerstag, 20:45, Indra

Elekto der uns bewegt 

  • David Bay gehört nicht umsonst dieses Jahr zur Auswahl der Wunderkinder. Seine Songs sind eingängig und so wunderbar intelligent produziert, dass man sofort auf die Tanzfläche will. Mittwoch, 22.05. Bahnhof Pauli
  • Yaama fasziniert uns seit Monaten. Mit ihrer Art, Beats mit ihrer Stimme zu verbinden hat sie bereits die erste Auszeichnung erhalten. Jetzt präsentiert sie sich einem internationalen Publikum Mittwoch, 21:20 Uhr, Haspa Filiale
  • R.Y.F treibende Beats, laute Bässe, Elektropunk wie er sein muss. Hinter R.Y.F. steht die italienische Künstlerin Francesca Morello, die auch in ihrer Heimat aufgrund struktureller Vorurteile noch ein Geheimtipp ist. Lass uns das ändern. Donnerstag, 20:00 Uhr Sommersalon
  • Holy North produziert Tiefe in uns drin. Es sind große Klanggebilde, die hier zusammenkommen und uns direkt in den Bann ziehen. Samstag 21:20 Häkken

Lasst uns das Leben gemeinsam erleben

  • Gordi kommt mit einem neuen Album aus Australien zu uns. Es ist Pop, wie er sein soll. Mal nachdenklich, mal locker und leicht.
    Freitag, 16:00 Uhr und 22 Uhr im Molotow
  • Filiah zieht ihre Fans mit warmen Melodien zu sich. Die Musikerin aus Österreich hat früh mit dem Schreiben eigener Stücke begonnen und Songs, wie Sad Girl With A Punchline, werdet ihr noch Tage später leise mitsummen. Mehrere Auftritte, u.a. Donnerstag 15:30 Uhr MoPo Bus
  • Dressed Like Boys Hier geht es um kontrastreiches Sounddesign und komplexe Themen. Von der Selbstfindung bis zur Suchterkrankung eines guten Freundes wird nichts ausgelassen. Mehrere Auftritte u.a Freitag, Nochtspeicher
  • Sorvina ist in New York geboren und  lebt in Berlin. Zwischen dem RnB der 90er und dem Soul von heute lässt sie uns direkt tanzen. Dazu gibt es autobiografische Texte, wie das Auseinanderbrechen der Beziehung mit der Ex und dem Struggle mit dem Leben. Mehrere Auftritte u.a. Mi 19:30 Mojo Club
  • I Am Roze überzeugte mit einer kraftvollen Stimme und autobiografischen Texten bereits internationale Musikgrößen. Nun kommt I Am Rose endlich auch zu uns. Es ist Soul, es ist Blues, es ist Musik die bewegt. Samstag 22:15 St. Pauli Kirche

Musik ist international 

  • Kim Mortal kommt aus Kanada und beweist, dass sich Rap mit Jazz und kantigen Texten gut vereinen lässt. Druckvolle Beats lassen uns zustimmend mit dem Kopf nicken. Donnerstag 16:00 Uhr, Uwe
  • Valentino Vivace tritt in die Fußstapfen zahlreicher Vorgänger und füllt sie ganz gut aus. Italo-Pop ist nicht neu, geht aber immer hoffentlich mehr als ein 2-Sommer-Hit-Artist. Mittwoch, 23:10 Uhr, 25 Club 
  • Mei Semones bringt uns japanischen Pop und anspruchsvollen Jazz in einem. Die aus den USA kommende Musikerin kombiniert japanische Musikstile mit westlichen Melodien und erzeugt mit einem facettenreichen Repertoire an Stücken. Hier hört sicher nicht nur die Jury des Anchor Awards gern zu. Donnerstag 19:30, Mojo Club

Leise Töne für den Herbst 

  • Marla Moya vereint Folk, Pop und ein klein wenig Country. Ihre Stücke erzählen vom Leben und Veränderungen. Die Musikerin hat mit ihrem ehemaligen Partner bereits erfolgreich große Bühnen bespielt. Nun ist sie solo unterwegs und der Gig ist der erste Blick auf das kommende Debüt. Mittwoch 21 Uhr Häkken
  • Alonette ist aus Estland angereist und garantiert einen entspannten ersten Festivalabend. Das Debütalbum Compass kann man sich für den gemütlichen Herbst zur Seite legen Mittwoch 20:00 Uhr, Baalsaal
  • Cara Rose ist dieses Jahr für den Newcomer Award Anchor nominiert. Die Stimme der Britin erinnert etwas an Alicia Keys. Es ist nicht neu, was sie präsentiert, aber eine tolle Musikerin, die gehört werden sollte. Mittwoch 21:30 Mojo Club
  • Kubla kombiniert Soul & RnB so soft, dass wir in der Vorbereitung für das Festival schon entspannt durch die Gegend grooven. Freitag 19:00 Uhr Uwe

HipHop neu gemacht 

  • Mary Jane: Die Rapperin mit dem wunderschönen Afro tritt in ihren Songs selbstbewusst für die Rechte von Frauen und People of Color ein. Donnerstag 20 Uhr, Resonanzraum
  • Bei Donna Savages gibt es Texte im perfekten Flow. Dabei rollt sie smooth über harte Beats und spielt gekonnt mit den Genre-üblichen Klischees, Samstag  21:55 Uhr, 25 Club
  • Mino Riot: Die aus Saarbrücken stammende Musikerin ibrimgt uns queerfeministischem HipHop. Vielleicht ist sie euch durch ihre Zusammenarbeit mit der Hamburgerin Finna bekannt. Wi raten allen: hinhören. Freitag 20:45 Uhr Baalsaal
  • Otis Mensah bringt viel Gefühl für fließende Texte und verbindet HipHop mit Jazz. Dadurch kreiert er einen smoothen Sound, der Seinesgleichen sucht. Freitag, 20:45 Grüner Jäger

Gut gemachter Pop für Ohrwürmer & TikTok

  • Nemo: Der ehemalige Gewinner des ESC bringt nun endlich sein erstes Album im Oktober raus. Passend, um seine Songs mit einem großen Auftritt auf der Reeperbahn zu feiern. Freitag, 22:05 Spielbude XL
  • Skaar ist in Norwegen bereits eine bekannte Größe. Auch wir haben ihre Hits wie Scientist und Higher Ground bestimmt schon im Hintergrund in Serien und im Radio gehört. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Donnerstag, 19:00 Uhr, 25 Club
  • Lenny Monsou bringt uns leichter durch schwere Tage. Hier zeigt sich, was mit gut gemachtem Pop-Act gemeint ist. War diese Stimme nicht auch Teil einer TV-Show? Mittwoch, 20:00 Uhr Betty (Headcrash)
  • Jamila Die schweizerisch-palästinensische Musikerin schafft es mit ihrer wunderschönen, einzigartigen und warmen Stimme zu begeistern. Ihr Pop ist unaufgeregt und genau daher gut. Donnerstag, 20:45 Uhr Docks, Prinzenbar

6 Konferenz Tipps

Auch bei der diesjährigen Reeperbahn Festival Konferenz gilt wieder: Nehmt euch Zeit und seid frühzeitig vor Ort. Es gibt wieder Talks und gerade für Newcomer bieten Masterclasses wertvollen Input von internationalen Expert*innen. Besonders die re:publica hat ein tolles Programm auf die Beine gestellt und am Freitag liegt der Fokus auf der Afro Futuristic Convention von Future Female Africa. 

Hier unsere sechs Tipps

GEMA: Next Level Sound – ge­ne­ra­ti­ve KI und Musik
Welchen Einfluss hat die KI für Musikschaffende? Hier geht es um Geld und Regeln. Do. 10:30 Uhr East Hotel

Globalisierung & Co. – Create Local, Sell Weltweit: Wie klappt das?
Erst Manhattan, dann Berlin und andere Erfolgsgeschichten. Donnerstag, 11:45 Uhr East Hotel

Das wird Mann ja wohl noch fragen dürfen Ein Raum für ehrliche Fragen – ohne Bewertung, aber mit Haltung mit Rieke van Kleef (Autorin von „Billige Plätze“)
Do. 12 Uhr East Hotel

1000 letzte Dates und kein Happy End? Anna Dushime im Gespräch mit Xhem über Liebe, Fuckboys und das große Viel­leicht.
Donnerstag, 14:45 Uhr Schmidtchen 


DEI: Di­ver­si­ty on Hold: Who Still Cares?  Diversity Beauftragte werden entlassen, ganze Projekte eingestellt, wie geht das Business damit um?
Freitag, 11:45 Uhr East Hotel

Wie Deep Dive ist deine (Music) Love? Lange und kurze Formate im Musikjournalismus. Freitag, 13.30 Uhr East Hotel 

Die Afro Futuristic Convention von Future Female Africa findet dieses Jahr als Partner Event des Reeperbahn Festivals statt. Unter dem Motto: Future Frequencies – One Room, One Story, Many Voices gibt es ein umfassendes Programm mit Musik und Talks. Hier gibt es das ganze Afro Futuristic Convention Programm.
Freitag ab 10:30 Uhr, Schmidtchen 

Was sonst noch auffällt

Das Lineup des diesjährigen Reeperbahn Festivals ist groß und auf den ersten Blick durchaus vielfältig. Beim wiederholten Hören sind uns aber mehrere Punkte aufgefallen:

+ Rockmusik wird heute fast immer in einem Atemzug mit Shoegaze beschrieben. Warum? Aber dafür sind die lauten Gitarren zurück auf der Bühne.

+ Der Trend zu mehr Soloacts und weniger Bands mit mehreren Personen hält an. Liegt es am fehlenden Geld oder ist alleine das Neue gemeinsam?

+ Das Lineup ist weiterhin sehr europäisch, bzw. westlich geprägt und zeigt wenig länderspezifische Fein- bzw Neuheiten. Der Trend, den südafrikanischen Amapiano Stil in Pop, RnB und HipHop einzubetten ist bleibend, die präsentierten Acts aus dem asiatischen Raum bringen uns aber scheinbar nur Rock und Punk, den wir schon kennen. Vielleicht gibt es dank Streaming und Globalisierung gar keine nationalen Sounddesigns mehr?

Worauf wir uns besonders freuen:

Andreas: Auf die Auszeit vom normalen Leben. Auf viel Musik und Gespräche über Musik. Auf überraschende Neuentdeckungen, alte Bekannte und glückselige Erschöpfung. 

Caro: Genau das was Andreas sagt und noch mehr. Seit Jahren ist das Festival meine Quelle für Inspiration und die Chance, meine musikalische Komfortzone zu verlassen. Ich lasse mich treiben und nehme Tipps von Bekannten und dem Publikum mit. Auf ein Konzert zu gehen, ohne vorab auf automatisierte Klicks und Streamingzahlen zu achten? Ja bitte.

Seid ihr dabei? Welche Acts habt ihr auf der Must-See Liste? Welche Konzerte lasst ihr dieses Jahr aus? Zu welchen Talks und Diskussionen sehen wir uns? Schreibt es uns. Wir bereiten wieder ein paar tägliche Tipps hier und auf Instagram vor. Dazu nehmen wir euch auf Instagram mit in den Stories.

Tickets für das Reeperbahn Festival und die Konferenz bekommt ihr hier.

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Fotocredits: Titel and Moods by Jennifer Ploog im Rahmen der vergangenen Reeperbahn Festivals für MUSICSPOTS