Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"<br /> Konzert im Kukuun, St.Pauli, Hamburg, November 2017

Fräulein Frey: Ein Konzert, wie ein Feuerwerk! Die Hamburgerin begeisterte bei ihrem Release Konzert zum Album Hallo Leben am 11. November im Kukuun. Ein Rückblick auf den Abend und ein Interview mit Blick in die Zukunft.

Ein Release Konzert ist ja immer was Besonders. Das Debüt zum ersten Album sogar noch etwas ganz Besonderes. Es war schön, Fräulein Frey an diesen Abend vom Soundcheck über das Konzert bis zum Interview 24 Stunden nach dem großen Abend zu begleiten.

Soundcheck und Einstimmen

Es wird geräumt, gerückt und aufgebaut. Während sich das Kukuun auf den Abend vorbereitet, zeigt uns Fräulein Frey stolz die mitgebrachten Merchandising Artikel. Neben Aufklebern und Beuteln liegt das langersehnte Album. Sogar eigene Statementketten mit „Hallo“ gibt es zu kaufen. Ob sie aufgeregt ist? „Ein wenig“, sagt sie lächelnd. Aber Essen mag sie

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"

vorher dennoch nicht. Es ist noch Zeit. Erst halb fünf. Der Soundcheck startet mit einem Knall. Das Licht geht aus. „Dann spielen wir halt ein Akustik Set“, lacht sie und die Band stimmt zu. Auch das geht. Als Newcomerin ist Fräulein Frey bereits Profi und reagiert relaxt. Nach kurzer Zeit geht der Soundcheck mit Sound und Licht weiter.

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben" Konzert im Kukuun, St.Pauli, Hamburg, November 2017

Feiern mit Freunden, Familie und Fans

Als sich um sieben Uhr die Türen des Kukuun öffnen ist schnell klar: Es wird eine große Party mit Familie, Freunden und Unterstützern des Crowdfundings. Es sind aber auch Gäste da, die noch nichts von der Hamburger Musikerin gehört haben und die, soviel darf verraten werden, begeistert waren. Für die passende Einstimmung sorgt Tim Jaacks . Ein persönliches freundschaftliches Opening mit Akustik Gitarre. Kennengelernt haben sie die beiden Musiker beim LiedermacherLabor. „Wir durften Tweets von Trump auf HipHop Beats vertonen“ Das Eis ist gebrochen, es wird gelacht. Die Stimmung ist bereits gelöst, als Fräulein Frey mit ihrer Band die Bühne betritt. Tim Jaacks Auftritt zeigt: Die junge Singer Songwriter Musik aus Hamburg kann was. Er ist ein Geschichtenerzähler, dem man gerne länger lauschen möchte.

Hanseatischer Pop von Fräulein Frey

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"

Fräulein Frey erorbert mit einem „Hallo“ die Bühne. Gefolgt von einem „Wow, das ist überwältigend“, startet sie schwungvoll mit dem Titelsong Hallo Leben. Das Konzert ist gut durchmischt. Von fröhlichen bis sanften Songs, wird das Album präsentiert. Hanseatischer Pop mit genau der richtigen Mischung Rock und einer Stimme, die im Ohr bleibt. Mal mit der ganzen Band, mal im Duett mit Gitarre. Das Publikum unterstützt, singt und pfeift mit. Es ist eine Party, wie man sie immer bei einem Konzert erwartet, aber zu selten bekommt. Eine Mischung aus Albumvorstellung und persönlichem Dank an Freunde und Unterstützer des Crowdfundings. Ein tolles Konzert mit einer Stimmung, die von der Bühne direkt ins Publikum getragen wird und wahrscheinlich auch wieder zurück auf die Bühne. Eine Sängerin mit einer Band, die nicht nur begleitet. Einer Kombi, der man den Spaß an diesem Abend deutlich ansieht und anhört.

24 Stunden nach dem Release Konzert

Zwischen all den Songs des Debütalbums Hallo Leben werden ein paar Stücke gespielt, die es, so Fräulein Frey, „Nicht auf das Album geschafft haben“. Ich höre Textzeilen vom „Kackvogel“, der durch das morgendliche Fenster trällert und einen nicht schlafen lässt und will auch diesen Song gerne direkt mitnehmen. Ist da das nächste Album bereits in der Mache? Was kommt nach dem Konzert? Wie geht es mit dieser tollen Newcomerin aus Hamburg weiter? 24 Stunden nach dem Release Konzert darf ich mit Fräulein Frey bei Wein und Tee an der Bar im Kukuun ein wenig plaudern. Im Hintergrund läuft Jazz, später gibt es hier ein Klassikkonzert. Die Gegensätze zum vergangenen Abend könnten nicht stärker sein.

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"

Fräulein Frey (die mit bürgerlichem Namen Steffi Böhnke heißt) ist gut gelaunt und gelöst. „Ich habe schon den ganzen Tag Tee getrunken. Ich nehme ne Weißweinschorle“, sagt sie mit Blick auf meinen Tee. Direkt und charmant, ebenso authentisch, wie auf der Bühne.

Musicspots: Das war ein großartiges Konzert gestern. Wie fühlst du dich?

Fräulein Frey: Ich bin müde, aber sehr erfüllt vom gestrigen Abend. Es war so schön und hat meine Erwartung übertroffen. Die Energie im Raum war unbeschreiblich. Ich bin sehr glücklich, es lief einfach rund auf der Bühne. Bereits während des Soundchecks ist die erste Anspannung abgefallen.

Musicspots: Wie geht es nun weiter? Was sind deine nächsten Schritte?

Fräulein Frey: Ich habe meine To-Do-Liste: Ganz oben steht Booking. Ich habe aufgrund der Vorbereitung des Albums die Planung der kommenden Monate ein wenig schleifen lassen. Das Ziel ist es im nächsten Jahr – voraussichtlich im Februar/ März eine Album-Tour durch die Hansestädte zu machen. Ich spiele ja freyen Hanseatischen Pop, da passt die Verbindung ganz gut. Ich möchte viel spielen, soviel wie es geht und höchstwahrscheinlich in unterschiedlichen Konstellationen. Mein Bruder ist auch Musiker. Er wird im Sommer  eine Woche mit mir unterwegs sein. Mit Hannes, dem Keyboarder plane ich Auftritte als Duett. Und natürlich werde ich auch mit der Band ein paar Gigs spielen. Das mag ich am liebsten. Aber die kleinen Konstellationen haben auch ihren Reiz.

Alles aus einer Hand 

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"

Anmerkung: Fräulein Frey ist nicht nur Musikerin mit Herz und Seele. Sie kümmert sich auch um alles weitere in Eigenregie. Mit ihrem Label Janetomat Records übernimmt sie Vertrieb, Booking, Marketing und die Bespielung der Social Media Kanäle neben ihrem Brotjob.

Musicspots: Wirst du auch als Vorband angefragt?
Fräulein Frey: Bis jetzt noch nicht. Es wäre aber cool. Das wäre aber eine tolle Möglichkeit noch bekannter zu werden.

Musicspots: Für wen würdest du gern spielen?

Fräulein Frey: Für Cäthe. Ich liebe Cäthe! Sie lacht offen nach ihrer Antwort, die prompt und ohne eine Sekunde Zögern kommt. So ehrlich und frey, wie man es von dem Fräulein aus der Hansestadt Hamburg gewohnt ist.

Musicspots: Wo würdest du gerne mal spielen?

Fräulein Frey: In Hamburg natürlich im Mojo, im Knust und auch hier im Kukuun immer wieder gerne. Ich würde sehr sehr gerne mal bei Jens Pfeifer bei den Hamburger Küchensessions spielen. Ich habe mich vor zwei Jahren mal beworben, aber da war ich noch nicht soweit.

Musicspots: Wo würdest du außerhalb der Hansestädte mal auftreten wollen?

Fräulein Frey: Berlin ist natürlich spannend. Ich würde auch gerne mal in Österreich und Schweiz spielen. Ich habe mir aber erstmal vorgenommen, im Norden zu spielen, da meine Musik hier den direkten Bezug hat.

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"

Musicspots: Tolle Band, total stimmig. Ihr seid ein tolle Truppe auf der Bühne. Ihr habt gemeinsam Spaß, den man euch auch ansieht.

Fräulein Frey: Ja, danke dir. Leider wird sich hier etwas ändern. Ich werde einen neuen Gitarristen suchen. Fabian Dirk will wieder mehr Jazz  Musik machen, hierfür schlägt sein Herz. Er hat aber das Album noch mit vollem Einsatz begleitet und dafür danke ich ihm. Ich bin also auf der Suche nach einem neuen Gitarristen.

Mit Vertrauen zum ersten Album

Musicspots: Hast du Tipps für Newcomer in der Musikszene?

Fräulein Frey: Grundsätzlich erstmal machen und auf sich selber vertrauen. Dann werden sicher viele Leute auf dem Weg ihre Meinung äußern. Man darf sich aber nicht beirren lassen und muss auf seinen Bauch hören, um authentisch zu sein. Dann ist es total wichtig sich zu vernetzen. Ich habe es auch erst auf eigene Faust versucht und habe schnell gemerkt, dass ich nicht weiterkomme.

Musicspots: Welche Anlaufstellen hast du in Hamburg gefunden?

Fräulein Frey Album Release "Hallo Leben"

Fräulein Frey: RockCity Hamburg, war eine super Anlaufstelle. Das Doppelkopf Mentorin Programm, bei dem ich teilgenommen habe, war sehr hilfreich. Ich habe eine Strategie für meine nächsten Schritte auf dem Weg entwickeln können und Tipps bekommen. Zusätzlich habe ich gelernt zu Netzwerken und Kontakte zu knüpfen, von denen ich noch heute, Jahre später, noch profitiere.

Musicspots: Du machst ja nicht nur Musik, du gehst auch gerne zu Konzerten. Welche Konzerte wirst du als nächstes besuchen?

Fräulein Frey: Ich habe gesehen, dass die Foo Fighters im nächsten Jahr kommen. Ich würde gerne hingehen, ist aber echt teuer. Dann ist es immer wieder toll neue Musik zu entdecken. Ich habe hier im Kukuun letztens Karl die Große gesehen. Eine Band aus Leipzig. Geile Texte, krasse Arrangements, Herz und Verstand. Es ist schön, so eine Entdeckung zu machen. Ich mag eher kleine Läden, ohne großen Massen. So wie hier im Kukuun, Knust oder dem Mojo. Ein Konzert im Hamburger Stadtpark ist schon die maximale Größe, die ich gerne besuche.

Danke dir für deine Zeit. Entspannt wechseln wir vom Kukuun ein Stockwerk tiefer in die Alte Liebe. Immer noch Reeperbahn, immer noch ein Sonntag Abend im November, nur 24 Stunden nach einem tollen Release von Fräulein Frey, von der man sicher noch viel hören wird.

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Das Album Hallo Leben könnt ihr direkt über die Homepage von Fräulein Frey bestellen oder online über Spotify iTunes und Amazon anhören. Weiterer Infos über Fräulein Frey findet Ihr auch auf der Facebook-Fanpage, dem Youtube Kanal oder über Instagram. 

Foto Credits: Die Bilder stammen von Sandra Schink vom Fotoatelier Hamburg. Herzlichen Dank für die tollen Aufnahmen, die die Stimmung des Konzerts und auch des Soundchecks perfekt eingefangen haben.

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