Es ist eine traurige Nachricht, die heute die Runde macht. Der Jazzmusiker Roger Cicero ist am 24. März an den Folgen eines  Schlaganfalls gestorben. Er wurde nur 45 Jahre alt. Ich bin traurig. Die Nachricht traf mich heute völlig unerwartet. Die große Konzerttour zu seinem neuen Album Cicero sings Sinatra war angekündigt. Roger hat für seine Werke nicht nur viel Aufmerksamkeit sondern auch international anerkannte Preise erhalten. Es ist so traurig, er wird fehlen.

Eine gesunde Mischung aus Jazz, Swing und Pop.

Sein Album Männersachen wurde 2006 noch ein wenig skeptisch beäugt. Jazz in deutsch? Aber ich mochte die Art und Weise, wie Roger Cicero seine Aussagen mit einem Augenzwinkern verpackte. Die Melodien waren einträchtig und schnell zu merken. Für einige zu poppig. Für andere genau richtig. Noch heute höre ich Zieh die Schuhe aus gerne und denke bei So geil Berlin immer wieder an meine eigene Berlin-Zeit zurück, die gerade zu Ende war und es doch nie wird. Das Folgealbum Beziehungsweise war dann teilweise ein wenig nachdenklicher und auch mal lauter. Aber da Thema blieb: Beziehung, Mann/Frau, Familie und dazu sanfte bis bewegende Swing-, Jazz- und Pop-Klänge. 2009 kam Artgerecht, mit Songs, wie Und sonst so. Ein Lied für Herzschmerz und Tränen und viel Traurigkeit. Wieder zuviel Pop? Nein, es war gut so. In den vergangenen Jahren habe ich Roger ein wenig aus den Augen verloren. Plakate und Ankündigungen sind mir begegnet. Teilnahme an der Sendung „Sing meinen Song“, viel Presse. Und nun die verpasste Chance ihn mal live in seinem besten Metier dem Jazz zu erleben. Ich denke, das Konzert hätte ich besucht.

Hätte, hätte, wollte, vielleicht…

Gerade in solchen Augenblicken denke ich immer: Nicht überlegen, einfach machen, bewusster Leben. Nicht lange Zögern und besonders bewusster leben und erleben.

Ich bin tief traurig und danke besonders allen, die heute einen echten musikalischen Nachruf auf einen besonderen Musiker aus Deutschland beschrieben haben. Wie u.a. die WELT und dem Focus und den vielen Bekundungen an seine Familie und Freunde.

Ich kann heute keinen großen Rückblick auf seinen Werdegang schreiben. Ich kann Roger Cicero nur mehrfach laut durch meine Wohnung schallen lassen und an all die schönen Augenblicke zurückdenken, die ich bei seiner Musik erlebt habe und weiterhin erleben darf.

Danke Roger.

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