pool_gaga_20Hamburg, 21:00 Uhr auf der Reeperbahn. Über den Dächern wird zu IndiePop getanzt. Auf der Bühne die Hamburger Band Pool im noblen Gaga Club. Während halb Hamburg an Elbe und Alster sitzt, tanzt an diesem warmen Sommerabend ein ausgewählter Kreis musikbegeisterter Partygänger über den Dächern von St. Pauli. Exklusiv eingeladen hatten hamburg.de und druck.me zum Kennenlernen des neuen Clubs Gaga.

Pool –  IndiePop zum Tanzen

Bereits bei den ersten Tönen wurde meine Skepsis fast weggefegt. Die drei Bandmitglieder Nils Hansen (Gesang, Gitarre), Daniel Husten (Schlagzeug) und David Stoltzenberg (Gesang, Bass) schafften es mit dem ersten Song die Gäste vom Balkon an den Bühnenrand zu locken. Nicht nur das „Kommt näher, ich will euren Schweiß riechen“ von Daniel hinterm Schlagzeug führte sicher zur guten Atmosphäre des Abends. Es wird erst sanft, dann immer mehr mitgewippt und dann getanzt. Der Sound kommt an. Es macht Spaß den Dreien auf der Bühne zuzuschauen. Man merkt deutlich, dass die Bandmitglieder seit Jahren zusammenspielen. Sicher trägt auch das gemeinsame WG-Leben dazu bei, dass die Show nicht aufgesetzt und einstudiert wirkt. So macht das Konzert auch mehr Freude als das Reinhören in die Songs davor.

pool_gaga_23Für mich ist IndiePop ja meist ein wenig, naja, mehr so was für den Hintergrund oder das Studentenzimmer. Pool schafft es live aber mit den eingängigen Rhythmen und den ab und zu sehr einfachen einprägsamen Texten (Ja, der Song heisst wirklich Pink Pussy) Partystimmung zu verbreiten. Die Hits aus dem ersten Album Snacks & Supplies spielen sie ebenso souverän, wie den neusten Song Forever Like That. Scheinbar ist ein Gig in dem coolen neuen Gaga auf der Reeperbahn nach dem Auftritt beim SXSW-Festival und als Opener für The 1975 nichts aufregendes mehr. Umso professioneller ist das Zusammenspiel.
Und so ist der Abend auf jeden Fall gelungen. Die Fans in den ersten Reihen singen jede Zeile mit. Die Stimmung ist gelöst. Der neue Club auf der Reeperbahn zeigt, dass er auch unter der Woche für eine Party zum Feierabend gut ist.

Das Gaga – Lounge und Club

Pool Live @ Gaga 81Schön, dass die Reeperbahn mit dem Gaga wieder eine Location mehr hat, die anders zu sein scheint. Schick und nobel ist das Ambiente hier. Eher dunkel gehalten, aber nicht ungemütlich durch zahlreiche Lounge-Ecken. Ob das Konzept mit der Mischung aus Restaurant und Club zum Starten für den Abend aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Denn nicht für jeden ist der neumoderne Glanz auf der Reeperbahn das passende. Aber die Mischung macht´s. Leider hat diese Mischung nach dem Konzert für mich persönlich nicht mehr ganz gepasst. So war der Abend musikalisch mit dem Konzert auch zuende. Denn der Übergang von IndiePop zur Mainstream Disko-Mucke war zu fließend.


Auch wenn es auf dem Balkon noch lustig war, manchmal muss man ja nicht bis zum Morgengrauen feiern. Aber ein Wiederkommen ist ja nach so einem schönen Sommerabend nicht ausgeschlossen. Mal schauen, was so demnächst von den Plattentellern geboten wird.

Mehr zu Pool gibt es wie immer auf der Webseite oder über Facebook. Zu empfehlen für Fans des gepflegte IndiePop.

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Die grossartigen Fotos des Abends hat Stefan Manzow gemacht. Herzlichen Dank für das Einfangen des Abends.

Gig verpasst? Hier kommt das Video zu Forever Like That von Pool.

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