Gløde, eine Hamburger Singer & Songwriter-Band, die erste echte Neuentdeckung in diesem Jahr in der Musicspots-Playliste.Mit ihrem sanften Klang begeistern sie bereits seit einiger Zeit Musikliebhaber in und um Hamburg. Gemeinsam mit Gitarrist Julian ist Sänger Simon Gløde zu Gast beim Soundkuchen in der Superbude. Bereits vor dem Konzert erzählen uns Simon und Julian vom kommenden Debütalbum, Herausforderungen bei ersten Konzertplanungen und welche Auswirkungen Auftritte bei Talent- und Fernsehshows für die eigene Musikkarriere haben können.

Musicspots: Moin, schön, dass ihr euch Zeit für ein Interview nehmt. Als Hamburger kennt ihr die Superbude und den Soundkuchen ja. Seit ihr hier schon aufgetreten?

Simon: Beim Soundkuchen noch nicht. Wir waren hier mal als Überraschungsgast für einer Junggesellenparty gebucht. Das war wirklich lustig. Und natürlich direkt auf dem Zimmer und nicht hier in der Lounge.

Durch Fanpower zum Debütalbum

Musicspots: Euer Debütalbum Ø  steht kurz vor der Veröffentlichung. Wann kommt es und was könne wir erwarten?

Simon: Das Album Ø kommt am 07. September mit einer wirklich großen Release-Party. Wir feiern am 15. September im Hamburger Nochtspeicher. Mit zwei Vorbands und einigen weiteren Überraschungen. Das wird eine wirklich große Party.

Musicspots: Finanziert habt ihr das Album über Crowdfunding.  Wie lief das für euch?

Simon: Das klappte phantastisch. Ich dachte anfangs es wäre eher eine Notlösung. Wir hatten uns überlegt, woher das Geld für die Albumproduktion kommen könnte. Es war wirklich schön zu sehen, dass so viele Leute hinter uns stehen und uns unterstützen.

Musicspots: Auf wie vielen Konzerten habt ihr inzwischen gespielt?

Simon: Als Band sind wir ja erst seit knapp 1,5 Jahren gemeinsam unterwegs. Jetzt mit Keyboarder Tom erst seit einem Jahr zu fünft. Vorher bin ich ich ja immer als Solokünstler aufgetreten. Julian: Ingesamt waren das so zwischen 10 und 30 selbstgebuchte Konzerten.

Musicspots: Was genau bedeutet „selbstgebuchte“ Konzerte?

Simon: Wir machen noch alles selber. Wir schreiben die Locations direkt an, schicken Bandinfos und Demotapes zu, telefonieren mit vielen Ansprechpartnern. Wenn man Glück hat, klappt es und vielleicht kommen auch noch Leute, um dich spielen zu hören (lacht). Wir haben vor zwei Jahren zu zweit eine Kneipen/Cafe-Tour gemacht. Wir spielten in kleinen und großen Städten. Teilweise kannte uns dort keiner. Und wenn die Location keine Werbung vorab gemacht hat, dann spielst du auch mal vor leeren Stühle. Wir hatte damals noch keine echte Webseite und keine Facebookseite. Das steht alles erst jetzt und so  können wir unsere kommenden Konzerte besser ankündigen. Vorher war vielleicht auch nicht die richtige Zeit vor vielen Leuten zu spielen.

Gløde Singer & Songwriter Sound aus Hamburg

Musicspots: Im Herbst passend zum Album im September steht ja auch das Reeperbahnfestival an. Seid ihr dabei?

Simon: Wir wurden noch nicht angefragt, wir würden uns aber sehr freuen, wenn wir die Chance hätten als Act dabei zu sein.  In den letzten Jahren haben uns viele Konzerte angeschaut. Wäre cool, diesmal mit auf der Bühne zu stehen.

Musicspots: Thema Talentshow: Simon, du warst ja bereits Teilnehmer einer Talentshow in Dänemark. Hat dir diese Erfahrung geholfen?

Simon: Ja, ich habe damals mit 19 Jahren in Dänemark bei der Show  „Mentor“ mitgemacht. Es war als ein Austausch zwischen erfahrenen und nicht erfahrenden Künstlern gedacht. Meine Mentorin war eine ca. 60 jährige dänische bekannte Volksmusik-Legende. Kein Schlager, sondern liebevolle Musik, von ihr konnte ich viel lernen. Leider sanken die Zuschauerzahlen im Laufe der Sendung, so dass es mehr eine reine Unterhaltungsshow wurde.

Musicspots: Du warst ja vor ein paar Wochen auch bei Joko & Klaas zu Gast. Würde du die Teilnahme an Talent-Shows, wie Popstars oder The Voice anderen jungen Musikern empfehlen?

Simon: Ich denken, es kommt immer darauf an. Mein Auftritt bei der „Besten Show der Welt“ von Joko & Klaas, war für die Steigerung unsere Bekanntheit gut. Ich  habe Halo von Beyonce gesungen und mit Sasha zusammen seinen Hit „If you Believe in Love“ performed. Unsere Likes auf Facebook haben sich dadurch mehr als verdoppelt. Das  vereinfacht unsere Anfragen für Buchungen. Aber es bringt auch jedes Mal bei kommenden Auftritten die Erwartung mit, dass man wieder Halo von Beyonce spielen wird.

Musicspots: Also spielt hier heute nicht Halo von Beyonce?

Simon: Nein. (lacht) Ein schöner Song, aber wir spielen lieber unsere eigenen Songs. Und ich denke man muss für sich einen guten Mittelweg finden. Beide Shows haben mir viel Erfahrung im Musik-Business gebracht, die ich nicht missen will. Dennoch sollte man sich immer treu bleiben. Ich persönlich möchte nicht in der Popmusik-Maschinerie irgendwelche Songs spielen, die mir nicht am Herzen liegen. Wenn man aber einfach das mitnimmt, was einem was bringt, und das macht, wodran man Spaß hat, dann ist das okay. So kann es einem möglicherweise viele Türen öffnen.

Musicspots: Habt ihr weitere Tipps für junge Musiker?

Simon: Die hätten wir auch gerne (lacht). Weitermachen, ist denke ich der beste Tipp um Erfahrung zu sammeln und seine Bekanntheit zu erhöhen.

Musicspots: Danke euch. Wir freuen uns auf das Konzert.

Und dann gab es wie erwartet nicht Halo von Beyonce, sondern eine rundum schöne Akustik-Session von Simon und Julian beim Soundkuchen mit Dan Owen und der Superbude in St. Pauli. Wir freuen uns bereits auf den Release von Songs wie Rose, In the Sea, Make Up oder As We Speak. Und vielleicht sind Gløde ja wirklich beim kommenden Reeperbahnfestival in Hamburg dabei.  Bis dahin könnt ihr euch auf der Facebookseite oder der Gløde Webseite die aktuellen Videos anzuschauen. Zu empfehlen auf jeden Fall das Video zu As We Speak.

Auch Dan Owen hat vor seinem Auftritt mit uns geplaudert. Welche Tipps er für junge Musiker hat und wie er seine Social Media begleitend auf seinen Konzerten einsetzt, könnt ihr im Artikel Zugehört: Dan Owen im Gespräch beim Soundkuchen nachlesen.

Wir freuen uns auf mehr schöne sonntägliche Soundkuchen und mehr neue Singer & Songwriter wie Gløde.

Besonderen Dank geht wieder an Sandra Schink für für die tollen Fotos, die begleitend zu den Interviews und dem Konzert entstanden sind.

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