Mit sanfter Klaviermusik und ihrer melodischen Stimme bringt die junge Britin Frances ein überzeugendes Debütalbum auf den Markt. Things I’ve Never Said hält was es verspricht und lässt auf schöne Live-Konzerte hoffen.

Frances lädt zum Träumen ein

Live erlebt habe ich Frances das erste Mal beim Reeperbahnfestival im vergangenen Jar als Gast bei Ray Cokes` Reeperbahn Revue. Und ich hatte sofort Gänsehaut. Ja, Frances erinnert an Adele. Aber nur weil sie auch sanfte Klaviertöne begleitend einsetzt. Frances bringt einen eigenen Stil mit in die Musikwelt. Mich hat sie durch ihre Natürlichkeit und die Empathie in ihrer Stimme ebenso live überzeugt, wie das authentische sympathische Auftreten im Gespräch mit der Branchengröße Ray Cokes. Auch wenn beim anschließend stattfinden Konzert weder Frances Stimme noch das Klavier das Docks völlig ausfüllen konnten, war die Neugierde auf das Debütalbum bereits geweckt.
Denn bereits innerhalb kürzester Zeit hatte Frances für Aufsehen gesorgt: Neben den Nominierungen für die Critics’ Choice Award und den BRITs avancierte sie zu einer der größten Newcomer-Stars des Jahres 2016.

Eine gute Mischung sanfter Töne

Das Album ist eine gute Mischung aus sanften Balladen und ein wenig Lounge-Pop. Rein und Durchhören lohnt sich für Freunde der ruhigeren Musik. Neben den bekannten Songs, wie Cloud 9 und dem tragenden Love Me Again, bringt Frances besonders mit Say It Again einen meiner Favoriten raus. Den Song hat sie auch auf dem Reeperbahnfestival gespielt. Zum Klavier kommt ein sanfter Bass, ein paar Schellen und viel Hall. Wehmut, die gut tut und Herzschmerz, der mal sein muss. Ich persönlich mag den Song und höre ihn immer wieder gerne, wenn die Geigen am Himmel tief hängen und die Welt vor den Augen leicht verschwimmt.

Ein Song, der aus meiner Sicht so gar nicht in das Album passt, ist leider No Matter. Zu viel uptempo-Beat für meine Ohren. Produziert wurde der Song von Mojam, der u.a. bereits mit Emeli Sandé, Naughty Boy und Sam Smith zusammen arbeitete. Er fällt deutlich aus dem Konzept, was sicher gewollt ist auch eine andere Seite der jungen Newcomerin zu präsentieren. Für mich klingt er mehr nach rosa Bubblegum und Kinderzimmer-Pop, als nach Frances.

Ehrliche Musik, die vom Herzen kommt

Von sich selbst sagt Frances: „Meine Texte sind immer absolut ehrlich. Ich merke sofort, wenn sie nicht ehrlich genug sind.“ Bleibt zu hoffen, dass sie bei ihrem Label Capitol eine Heimat gefunden hat, die ihr diese musikalische Ehrlichkeit noch lange ermöglicht. Denn nur so können wir uns auf noch viele weitere schöne Songs, wie Sublime und Drifting freuen und ab und an die Welt mal aussperren und uns Zeit zum Träumen nehmen.

Frances_by Nik Hartley

Foto by Nik Hartley

Ende April hatte Frances auch in Deutschland zwei Stopps, die ich leider verpasst habe. Daher hoffe ich, dass sie beim kommenden Reeperbahnfestival wieder dabei ist.

Mehr zu Frances findet ihr wie immer auf ihrer Webseite und ihre Facebook Fanpage 

Fotocredits:
Albumcover: Universal Music; Profil: Nik Hartley

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